wdHannover. - Anlässlich der Internationalen Konferenz "Women Deliver" zur Müttergesundheit vom 28. bis 30. Mai in Kuala Lumpur (Malaysia) hat die Stiftung Weltbevölkerung an die Konferenzteilnehmer appelliert, vehementer gegen die hohe Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern vorzugehen. An der Konferenz nehmen rund 5.000 Politiker, Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft aus mehr als 160 Ländern teil.

"Es ist ein Skandal, dass in Entwicklungsländern noch immer fast 800 Frauen täglich aufgrund von Schwangerschaft oder Geburt sterben", sagte Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Die meisten dieser Todesfälle wären vermeidbar, wenn es eine bessere Gesundheitsversorgung und Familienplanung gäbe. Wenn alle Frauen, die verhüten wollen, dies auch könnten, würden allein dadurch jedes Jahr 80.000 Frauen weniger sterben. Mehr als 220 Millionen Frauen in Entwicklungsländern bleibt der Zugang zu Verhütung jedoch verwehrt."

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen – und damit auch Deutschland – haben sich verpflichtet, bis zum Jahr 2015 die Müttersterblichkeit gegenüber 1990 um drei Viertel zu reduzieren und den Zugang zu Aufklärung und Familienplanung für alle Menschen sicherzustellen. "Es wurde zwar schon viel erreicht, doch die Zeit wird knapp. Ohne zusätzliche Investitionen ist dieses Ziel nicht mehr erreichbar", so Renate Bähr. "Ich hoffe, dass Deutschland an seinem starken Engagement für die Gesundheit von Müttern auch langfristig festhält und dieses gar ausbaut."

Vom 28. bis 30. Mai findet mit "Women Deliver" nach 2007 und 2010 die dritte internationale Konferenz zur Gesundheit von Frauen statt. Ziel ist es, politische und finanzielle Zusagen zu bekommen, um das Millennium-Entwicklungsziel 5 – Senkung der Müttersterblichkeit und universeller Zugang zu Familienplanung – noch zu erreichen bzw. dem nahezukommen.

www.womendeliver.org
www.weltbevoelkerung.de

 


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