bmzBerlin. - Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) ist am Freitag zu einer dreitägigen Reise nach Mexiko aufgebrochen. Dort wird er gemeinsam mit dem Gouverneur von Puebla, Rafael Moreno Valle Rosas, das Berufsausbildungszentrum CEDUAL eröffnen. Das Zentrum bildet junge mexikanische Fachkräfte im Bereich der Industriemechanik aus.

Das Berufsbildungszentrum wurde von deutschen Unternehmen initiiert und weitgehend finanziert sowie von der Bundesregierung gefördert. CEDUAL leistet nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Beitrag, die große Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften zu bedienen und kann zugleich Vorbild für weitere Ausbildungsstätten in Mexiko sein.

"Im wirtschaftlich aufstrebenden Schwellenland Mexiko sind gut ausgebildete Fachkräfte eine Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung des Landes", sagte Niebel. "Das Berufsbildungszentrum ist ein erfolgreiches Beispiel für die Einbindung der Privatwirtschaft in konkrete Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit."

Die Unternehmen finanzieren laut BMZ sowohl die Ausbildungskosten als auch ein Gehalt und die Sozialleistungen der Auszubildenden. In Mexiko gibt es ein Interesse, ein System der beruflichen Ausbildung nach deutschem Vorbild aufzubauen. Der Mangel an Fachkräften wird als Wachstumshemmnis gesehen und gilt als eines der Hauptprobleme für ausländische Investoren.

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Mexiko als globalen Entwicklungspartner habe einen hohen Stellenwert für Deutschland, so das BMZ. Neben der Stärkung des Bildungssektors bestehen Kooperationen im Bereich des Umwelt- und Ressourcenschutzes, dem Erhalt der Biodiversität und Erneuerbare Energien. Während seiner Reise will Niebel diese Themen in einem Gespräch mit dem mexikanischen Umweltminister, Juan José Guerra Abud, aufgreifen. Im Mittelpunkt des Treffens soll die Zusammenarbeit im Bereich Umweltschutz, insbesondere beim Abfallmanagement und der Altlastensanierung, stehen.

Mexiko ist nicht nur Empfänger von Entwicklungsleistungen, sondern wird zunehmend auch zum Geber. So engagieren sich Deutschland und Mexiko in sogenannten Dreieckskooperationen in Bolivien, Ecuador und Paraguay. Sie treten dort gemeinsam als Geber auf und bringen ihre spezifischen Kompetenzen in die Projekte ein. Mexiko übernimmt damit als aufstrebendes Schwellenland zunehmend Verantwortung als globaler Entwicklungspartner.

"Deutschland und Mexiko arbeiten seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll zusammen. Von dieser Partnerschaft auf Augenhöhe profitieren beide Seiten. Wir freuen uns, dass sich Mexiko selbstbewusst und engagiert in wichtige entwicklungspolitische Diskussionen einbringt", so Minister Niebel.

www.bmz.de

 


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