nashorn 100 wmcBerlin. - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) bei der Anschaffung eines hochmodernen Überwachungsflugzeugs für die Schutzgebiete in Tansania. Außerdem unterstützen BMZ und ZGF die tansanischen Behörden bei einer groß angelegten Zählung der Elefantenbestände im Selous Ökosystem.

Rund 25.000 Elefanten pro Jahr fallen in Afrika der Wilderei zum Opfer, mit steigender Tendenz. Auch für Nashörner ist die Lage laut BMZ dramatisch. Die immensen Schwarzmarktpreise für das Elfenbein der Elefanten und das Horn der Nashörner v.a. treiben die Wilderei in ganz Afrika in die Höhe. Die meisten afrikanischen Nationalparkverwaltungen haben nicht die entsprechende Ausrüstung und finanziellen Mittel, gegen die organisierte Wilderei angehen zu können.

Die Wildereikrise gefährdet den Fortbestand von Elefanten und Nashörnern und dabei gleichzeitig die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort, so das BMZ. Für Tansania und die anderen betroffenen Länder stehe eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen ihres Landes auf dem Spiel: die großen Wildnisgebiete und deren Reichtum an Arten. Mit Naturtourismus als einem der größten Devisenbringer des Landes werde damit auch die wirtschaftliche Entwicklung Tansanias beeinträchtigt. "Wilderei ist daher auch ein entwicklungspolitisches Problem, zu dessen Lösung Staaten und die Zivilgesellschaft eng zusammenarbeiten müssen. Die ZGF und der WWF sind dabei wichtige Partner", so der Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz (FDP).

Das BMZ kündigte am Freitag an, es werde die Mittel zum Kauf eines Aufklärungsflugzeugs  zur Verfügung stellen, mit dem die Schutzgebiete mit modernster Technik aus der Luft überwacht werden können. Den Ranger-Einheiten am Boden stünden damit wesentlich effektivere Methoden zur Wildereibekämpfung zur Verfügung als bisher.

Erst im letzten Jahr hatte das Ministerium rund 23 Millionen Euro für den Erhalt des einzigartigen Ökosystems der Serengeti zugesagt. Die ZGF ist seit mehr als 50 Jahren einer der wichtigsten Partner von Tansanias Nationalparkbehörde TANAPA und unterstützt diese ebenfalls beim Schutz des Serengeti Nationalparks.

Bereits im vergangenen Jahr haben BMZ und ZGF bei der Stärkung des North-Luangwa-Nationalparks in Sambia zusammengearbeitet. Zum Schutz der dortigen Elefanten und Nashörner wurde die Fahrzeugflotte der Ranger wesentlich aufgestockt.

Eine Cessna Enforcer, ausgerüstet mit modernster Überwachungstechnologie, soll in etwa acht Monaten zur Verfügung stehen, in Tansania stationiert sein und in Abstimmung mit den tansanischen Partnern von der ZGF betrieben werden, die auch die laufenden Kosten des Flugzeugs tragen wird. Von der ZGF wird das Flugzeug den unterschiedlichen tansanischen Partnern (Tanzania National Parks, Wildlife Division) zur Verfügung gestellt. Ebenso steht es für Einsätze in anderen Ländern bereit, deren Schutzgebietsbehörden es anfordern.

Das Projekt ist Teil eines breit angelegten Engagements der Bundesregierung für den Erhalt der biologischen Vielfalt und die Bekämpfung der Wilderei. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GIZ) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sollen es in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und der Zivilgesellschaft umgesetzen.

http://www.bmz.de

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