Wirtschaft

Berlin. - Das Dortmunder Landgericht hat am Donnerstag die Klage von Betroffenen eines Fabrikbrandes in Pakistan gegen das Textilunternehmen KiK abgewiesen. Es war die erste Klage dieser Art in Deutschland. Ob die Kläger in Berufung gehen, steht noch nicht fest. Für die Entwicklungsorganisationen Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR sowie das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung zeigt diese Entscheidung gravierende Lücken im deutschen Rechtssystem und ist ein klarer Handlungsauftrag an die Politik.

planHamburg. - Nicht einmal jedes zehnte Unternehmen in Deutschland kooperiert beim gesellschaftlichen Engagement mit international agierenden Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Das zeigt eine neue Studie von Stifterverband und der Kinderhilfsorganisation Plan International. Die beiden Organisationen warnen: Die noch geringe Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und internationaler Zivilgesellschaft könnte den Erfolg der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie gefährden, die vor zwei Jahren verabschiedet wurde. Mit dieser Leitlinie will Deutschland die von der Weltgemeinschaft definierten globalen Entwicklungsziele bis 2030 erreichen.

fairtrade Köln. - Beim Schutz der Menschenrechte rücken vor allem Unternehmen immer stärker in den Fokus der Verantwortung. Darauf hat die Siegelinitiative TransFair in Köln hingewiesen. "Der Schutz der Menschenrechte hängt mittlerweile wesentlich vom Handeln multinationaler Unternehmen ab. Aber es fehlen rechtliche Sanktionen für Firmen, die Menschenrechtsverletzungen entlang ihrer Lieferkette zulassen. Deutschland ist Schlusslicht im internationalen Vergleich", sagte TransFair-Vorstandsvorsitzender Dieter Overath.

fairtrade kakao Köln. - Fairtrade International wird den Fairtrade-Mindestpreis für konventionellen Kakao von 2.000 auf 2.400 US-Dollar pro Tonne (FOB) erhöhen, eine Steigerung um 20 Prozent. Für Bio-Kakao wird der Fairtrade-Preis 300 US-Dollar über dem Weltmarktpreis oder dem Fairtrade-Mindestpreis liegen, je nachdem, welcher zur Zeit des Verkaufs höher ist. Das hat der Verein TransFair angekündigt.

inkotaBerlin. - Mehr als ein halbes Kilogramm Süßigkeiten isst der Durchschnittsdeutsche in jedem Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit – vor allem Schokoladenprodukte. Doch die Kakaobäuerinnen und -bauern haben davon wenig: An einem verkauften Schoko-Weihnachtsmann verdienen sie gerade einmal sechs Cent. Deshalb fordern die Kakaobäuerin Elizabeth Osei Agyei und NGO-Referentin Sandra Kwabea Sarkwah aus Ghana: Kakaobauern müssen mehr Einfluss auf den Kakaopreis haben.

Berlin. - In einer neuen Studie haben PowerShift, Brot für die Welt und MISEREOR den Rohstoff- und Energieverbrauch der deutschen Automobilindustrie und die damit verbunden Auswirkungen auf Klima, Umwelt und die Menschenrechte im Globalen Süden analysiert. Ein rascher Umstieg vom Verbrennungsmotor auf Elektromotoren, so das Ergebnis der Studie, ist zwar dringend geboten, wird aber viele Nachhaltigkeitsprobleme nicht lösen.

inkota 200Berlin. - Das Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch (ACCORD) steht vor dem Aus. Die Regierung in Bangladesch sei gegen die Weiterarbeit mit dem ACCORD, berichtete die Entwicklungsorganisation INKOTA am Freitag in Berlin. Das Abkommen gilt als die wichtigste Konsequenz aus der Katastrophe von Rana Plaza vor fünf Jahren. Der Einsturz des Gebäudekomplexes mit 1.138 Toten und über 2.000 Verletzten war das schwerste Fabrikunglück in der Geschichte des Landes.

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