Lateinamerika

Foto: Ein Awà-Mann im April 2000 (c) Survical International/Fiona Watson

Brasilia/London (epo.de). - Die vermutlich letzten nomadischen Jäger und Sammler in Brasilien sind durch Holzfäller in ihrem Überleben bedroht. Derzeit seien rund 300 Angehörige des Volkes der Awà im Amazonas-Bundesstaat Maranhao auf der Flucht vor Bulldozern, berichtete die Hilfsorganisation Survival International am Mittwoch in London. Die Holzfällern dringen immer tiefer in den Regenwald vor und zerstören den letzten Teil des Waldes der Nomaden. Rund 60 Mitglieder der Awà pflegen keine Kontakte zur Außenwelt.

Uribe VelezBerlin (epo.de). - Der Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel wächst, beim Besuch des kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe (Foto) am 31. Januar in Berlin die andauernden Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien auf die Tagesordnung zu setzen. Nach MISEREOR, Brot für die Welt, dem Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und Caritas international (epo.de berichtete) haben am Freitag auch Amnesty International und "kolko e.V. - Menschenrechte für Kolumbien" die Einhaltung der Menschenrechte in dem lateinamerikanischen Land angemahnt. In der offiziellen Ankündigung zum Staatsbesuch sind bislang nur wirtschafts- und regionalpolitische Fragen als Gesprächsthemen genannt.

Kolumbien

Aachen/Stuttgart/Freiburg (epo.de). - Mehrere kirchliche Hilfswerke haben Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem "kritischen Dialog" mit Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe Vélez aufgerufen. Die kolumbianische Regierung sei mitverantwortlich für Menschenrechtsverletzungen, erklärten MISEREOR, Brot für die Welt, der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und Caritas international am Donnerstag. Uribe trifft am Samstag zu einem Staatsbesuches in Berlin ein. Die Hilfsorganisationen fordern "ein Ende der Gewalt sowie den Schutz der Zivilbevölkerung in Kolumbien".

Jubel nach brasilianischer Gerichtsentscheidung

Raposa-Serra do Sol/Berlin (epo.de). - Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hat in einem entscheidendem Fall beschlossen, die Landrechte der Indigenen aufrechtzuerhalten. Stellvertreter der brasilianischen Indigenen bezeichneten die Entscheidung als "einen großen Sieg". Wie der Pressemitteilung von Survival International zu entnehmen ist, einer weltweit aktiven Nicht-Regierungsorganisation, die sich für die Rechte von indigenen Gruppen einsetzt, fiel der Gerichtsbeschluss bereits am Mittwoch, dem 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Er bezieht sich auf das indigene Territorium Raposa - Serra do Sol ("Land des Fuchses und Berg der Sonne") im Amazonas-Bundesstaat Roraima.

Daniel Ortega. Foto: Wikipedia CommonsBerlin (epo.de). - Mehrere deutsche Nichtregierungsorganisationen (NRO), Hilfswerke und Städtepartnerschaftsinitiativen haben in einem Appell an die nicaraguanische Regierung ihre Besorgnis über die derzeitige Situation in dem mittelamerikanischen Land zum Ausdruck gebracht. In einer an Präsident Daniel Ortega gerichteten Stellungnahme protestierten die Organisationen, darunter terre des hommes und medico international, entschieden gegen die jüngsten pauschalen Vorwürfe und Strafverfolgungsmaßnahmen gegen Nichtregierungsorganisationen in Nicaragua.
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