Lateinamerika

Von Marcela Valente (IPS)

IPSBuenos Aires (IPS/epo). - Nach dem verheerenden Zusammenbruch der Wirtschaft Ende 2001 stehen in Argentinien die Zeichen auf Wachstum. So ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im letzten Jahr um stolze neun Prozent gestiegen. Doch auch die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Wie das nationale Statistikamt INDEC ermittelt hat, war das Einkommen der reichsten Argentinier in der ersten Hälfte 2004 um 26,3 Prozent höher als das der ärmsten Bevölkerungsgruppe, im zweiten Halbjahr um 28,2 Prozent.

Don BoscoBonn (epo). - Nach der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen haben auch die Salesianer Don Boscos die Eskalation der Gewalt im ärmsten lateinamerikanischen Land Haiti beklagt. Zwei Wochen nach Verlängerung des UN-Mandats und der Aufstockung der Blauhelm-Soldaten um 1.000 auf 7.400 habe die Zahl der Morde, Überfälle und Entführungen dramatisch zugenommen. Die Situation in Haiti werde immer bedrohlicher, erklärte der katholische Orden in Bonn.

?rzte ohne GrenzenBerlin/Port au Prince (epo). - Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat die Eskalation der Gewalt gegenüber der Zivilbevölkerung in Haitis Hauptstadt Port au Prince beklagt. Inmer mehr Menschen würden Opfer bewaffneter Banden, erklärte die Organisation in Berlin.

terre des hommesOsnabrück (epo). - Im kürzlich entflammten Konflikt in der Region Cauca im Südosten Kolumbiens finden systematische Verletzungen des humanitären Völkerrechts statt. "Sowohl das kolumbianische Militär wie die FARC-Guerilla nehmen bei ihren Kampfhandlungen keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Das ist völkerrechtswidrig", sagte Andreas Rister, Kolumbien-Experte beim Kinderhilfswerk terre des hommes.

amnesty internationalBerlin (epo). - Ein Jahr nach dem Sturz des haitianischen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide droht das ärmste Land Amerikas in Chaos und Anarchie zu versinken. Polizei und illegale bewaffnete Gruppen töteten auf offener Straße, klagt die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai). Menschen würden willkürlich verhaftet, Gefangene misshandelt. Weite Teile des Landes würden von ehemaligen Armeeangehörigen und Anhängern Aristides kontrolliert. Krankenhäuser und Schulen seien geschlossen. "Elend und Hunger haben endemische Ausmaße angenommen", so ai.

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