Energie

HWZBonn (epo.de). - Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat eine Prüfung der geplanten Beimischungsquoten für Biokraftstoffe gefordert. "Wir tragen auch Verantwortung dafür, dass unsere Bemühungen für einen besseren Klimaschutz nicht zu mehr Hunger, Armut, Umweltzerstörung und dem Verlust von Artenvielfalt in anderen Teilen der Welt führen", betonte die Ministerin anlässlich der Konferenz "Armutsbekämpfung und Artenvielfalt" in Bonn.
WEEDFrankfurt (epo.de). - Anlässlich der Bilanzpressekonferenz der DekaBank haben Nichtregierungsorganisationen am Dienstag in Frankfurt am Main auf die "fehlende Nachhaltigkeitsstrategie" der Bank hingewiesen. Sie kritisierten, dass die DekaBank durch ihre Beteiligung am hoch umstrittenen Ilisu-Staudamm im Südosten der Türkei zu Vertreibung, Umwelt- und Kulturzerstörung beitrage. Der Ilisu-Staudamm steht seit Jahren wegen seiner massiven ökologischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen in der Kritik.
WEEDBerlin (epo.de). - Im Auftrag der Exportkreditversicherungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz haben Experten für die Bereiche Kulturgüterschutz, Umsiedlung und Umwelt die Auflagen untersucht, mit denen die Versicherungen das hoch umstrittene Ilisu-Staudammprojekt im Südosten der Türkei mit internationalen Standards in Einklang zu bringen versuchen. Die Experten bestätigten den katastrophalen Zustand, in dem sich das Ilisu-Projekt befindet, erklärte WEED am Mittwoch in Berlin. Der Bericht zeige auf, "dass nur wenige der vereinbarten und z. T. dringend durchzuführenden Maßnahmen erfüllt bzw. dass die mit den Maßnahmen angestrebten Ziele bisher noch nicht erreicht wurden", heiße es in einer Stellungnahme der Bundesregierung zum Expertenbericht über Umsiedlungsaspekte.
Palm?lplantagen auf BorneoBerlin (epo.de). - Die kirchlichen Hilfswerke "Brot für die Welt", Misereor und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) lehnen die von der Bundesregierung geplante Ausweitung des Einsatzes von Agro-Treibstoffen ab. "Diese Maßnahme ist doppelt kontraproduktiv. Sie dient nicht dem Klimaschutz, aber verschärft den Hunger in der Welt", erklärte Danuta Sacher, Leiterin der Abteilung Politik und Kampagnen bei "Brot für die Welt". Schon heute konkurrierten Energiepflanzen mit der Nahrungsmittelversorgung. Die Ausweitung der Nutzung von Agro-Treibstoffen ist Thema einer Bundestagsanhörung zur Biomasse-Nutzung am 20. Februar.
WEEDBerlin (epo.de). - Die International Finance Corporation (IFC), der Privatsektorarm der Weltbank, entscheidet am 5. Februar über einen 300 Millionen US-Dollar starken Kredit für ein umstrittenes Erdgasprojekt in Peru. Zahlreiche nichtstaatliche Organisationen (NGOs), darunter die deutsche Umwelt- und Entwicklungsorganisation WEED, haben aus diesem Anlass gefordert, dass sich die Bundesregierung klar gegen eine Finanzierung des Camisea Projekts durch die Weltbank ausspricht. Erst im Dezember habe sie ihre Beiträge an die Weltbank erhöht und es als Erfolg dargestellt, dass die Weltbank ein Mandat zum Klimaschutz erhalten habe, so WEED.
DEGKöln (epo.de). - In Chennai, der viertgrößten Stadt Indiens, kann derzeit etwa ein Drittel der Wassernachfrage nicht gedeckt werden. Abhilfe schaffen soll eine Meerwasser-Entsalzungsanlage mit einer Kapazität von 100 Millionen Liter pro Tag, die derzeit 35 Kilometer nördlich der Stadt am Golf von Bengalen gebaut wird. Für dieses Vorhaben der Chennai Water Desalination Ltd. hat die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) ein langfristiges Darlehen in Höhe von 14 Millionen Euro bereit gestellt.
Palm?l-Plantage auf BorneoBerlin (epo.de). - Die deutsche Bundesregierung sollte die Pflicht zur Beimischung von Agrartreibstoffen in Benzin und Diesel überdenken. Die Empfehlungen der am Mittwoch zu Ende gegangenen Konferenz "Bioenergie und Ernährungssicherheit" des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in der Reihe "Politik gegen Hunger" stellen aus Sicht von Germanwatch, FIAN, Brot für die Welt und Misereor die Agrarenergiepolitik von EU und Bundesregierung grundlegend in Frage, erklärten die Organisationen am Donnerstag in Berlin.
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