Energie

Ilisu Staudamm ProjektBerlin/Frankfurt (epo.de). - Ein breites Bündnis von nichstaatlichen Organisationen (NRO) und zivilgesellschaftlichen Initiativen aus Deutschland und der Türkei hat den Einstieg westeuropäischer Banken in das Ilisu-Staudammprojekt im Südosten der Türkei kritisiert. Die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Projekts seien verheerend, erklärten die NRO. In der betroffenen Region wehrten sich zudem die ersten Enteignungsopfer, indem sie vor Gericht zögen.
GfbVGöttingen (epo.de). - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat davor gewarnt, dass der Bioenergie-Boom in Europa Millionen Ureinwohner in Ländern des Südens in Bedrängnis bringt. Allein in Indonesien und Malaysia seien rund 47 Millionen Angehörige indigener Völker von der geplanten Ausweitung von Ölpalmplantagen betroffen, berichtet die GfbV in ihrem neuen 44seitigen Menschenrechtsreport "Palmöl ist keine Alternative". Der Bericht wurde anlässlich des Internationalen Tages der indigenen Völker am 9. August veröffentlicht.
München (epo.de). - Um die zunehmende Nachfrage nach Biosprit zu decken, werden nicht nur Regenwälder in den Ländern des Südens gerodet. Auch Nahrungsmittel werden direkt zu Treibstoff verarbeitet, berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer August-Ausgabe. Die Gier nach Energie aus Biosprit könne Nahrungsmittel für ärmere Menschen in den Ländern des Südens unbezahlbar machen, warnt die Zeitschrift angesichts steigender Getreidepreise.
urgewaldBhopal/Berlin (epo.de). - Rund 12.000 Menschen protestieren in Zentralindien gegen den Omkareshwar Staudamm. Mit einem Sitzstreik vor den Regierungsgebäuden in der Landeshauptstadt Bhopal wollen die Kleinbauern, Adivasi (indische Ureinwohner) und Dalits (Unberührbare) die Überflutung ihrer Dörfer im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh verhindern. Zwei Mitglieder einer lokalen Umweltorganisation befänden sich bereits seit 36 Tagen im Hungerstreik, berichtete die deutsche NRO "urgewald" am Donnerstag.
Stuttgart (epo.de). - Anlässlich der Aktionärsversammlung der Züblin AG in Stuttgart haben Kritiker die Baufirma dazu aufgerufen, sich aus dem hoch umstrittenen Ilisu-Staudammprojekt im Südosten der Türkei zurückzuziehen. Mit einer Kundgebung vor der zentralen Niederlassung Züblins brachten sie ihren Protest gegen das Projekt und Züblins Beteiligung daran zum Ausdruck.
WEEDBerlin (epo.de). - Das internationale Netzwerk "BankTrack" hat die wichtigsten Privatbanken mit einem offenen Brief davor gewarnt, sich am Ilisu-Staudamm im Südosten der Türkei zu beteiligen. Der Brief weist die Banken darauf hin, dass die Bereitstellung von Finanzmitteln für das Projekt ein erhebliches Reputationsrisiko bedeute. Die Organisationen heben zudem hervor, dass die Exportbürgschaften für den türkischen Ilisu-Staudamm nach wie vor nicht in Kraft sind, da die türkische Seite sich weigere, an die Bürgschaften geknüpfte Auflagen vertraglich verbindlich zu machen.
urgewaldBerlin (epo.de). - Ugandische und internationale Nichtregierungs-organisationen (NRO) haben die Europäische Investitionsbank (EIB) am Dienstag aufgefordert, die Entscheidung über die Finanzierung eines Staudammes in Uganda aufzuschieben, bis die sozialen und ökologischen Probleme des Projektes gelöst sind. Der Verwaltungsrat der Investitionsbank soll am Mittwoch über die Finanzierung des Bujagali Staudammes beschließen.
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