Rohstoffe

inef_138Duisburg (epo.de). - Zahlreiche Initiativen im Kakaosektor sind für den Schutz von Menschenrechten nur eingeschränkt wirksam. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von Friedel Hütz-Adams mit dem Titel: "Menschenrechte im Anbau von Kakao. Eine Bestandsaufnahme der Initiativen der Kakao- und Schokoladenindustrie." Der Studie zufolge konnten im Kakaosektor weder verbindliche Regelwerke noch zahlreiche freiwillige Vereinbarungen zu einer grundlegenden Verbesserung der Lage der Menschen beitragen.
medicoFrankfurt (epo.de). - Die Frankfurter Hilfsorganisation medico international hält das Zertifizierungssystem im Rahmen des Kimberley-Prozesses für "völlig unzureichend". Es verpflichtet Staaten zur innerstaatlichen Kontrolle des Diamantenhandels und soll mit Zertifikaten sicherstellen, dass keine Konfliktdiamanten auf den Markt gelangen. Das System habe aber beträchtliche Schwächen, erklärte medico anlässlich einer Konferenz zum Kimberley-Prozess in Jerusalem.

survival_150Berlin (epo.de). - In Indien sind zwei Anführer einer indigenen Protestbewegung entführt worden. Es handle sich um Lodu Sikaka und Sena Sikaka, zwei Männer des Dongria Kondh Volkes, das sich friedlich gegen eine umstrittene Bauxit-Mine auf ihrem Land zur Wehr setze, berichtete Survival International in Berlin. Die beiden Männer wurden wenige Tage später wieder freigelassen. Beide gaben an, von bewaffneten Polizisten in Zivil entführt worden zu sein.

bmwiBerlin (epo.de). - Umwelt- und Entwicklungs-Organisationen haben die neue Strategie der Bundesregierung zur Rohstoffversorgung kritisiert. Sie fordern, die Interessen der Abbauländer stärker einzubeziehen. Die von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Dienstag auf dem Rohstoffkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin vorgestellte neue Rohstoffstrategie der Bundesregierung stehe "in krassem Widerspruch zu ihren Zielen etwa in der Klima- oder Entwicklungspolitik", kritisierte Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. 
fatal_transactions_150Washington (epo.de). - In den USA müssen börsennotierte Unternehmen künftig offenlegen, ob sie in ihren Produkten Rohstoffe aus der Demokratischen Republik Kongo verwenden. Von dort stammt häufig das seltene Metall Tantal, das aus dem Erz Coltan gewonnen und in Laptops, Mobiltelefonen oder Spielekonsolen verwendet wird. Im rohstoffreichen Osten des Kongo, wo neben Coltan auch Gold, Wolfram und Zinn abgebaut werden, kontrollieren bewaffnete Gruppen vielfach den lukrativen Bergbau.
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