Entwicklung

Aidskonferenz 2006 TorontoToronto/Berlin (epo.de). - Nach dem Ende der Welt-Aids-Konferenz 2006 in Toronto haben sich nichtstaatliche Organisationen enttäuscht zu den Ergebnissen geäußert. Fortschritten in der Wissenschaft und bei der praktischen Aids-Bekämpfung stehe eine Finanzierungslücke für das Jahr 2007 in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar gegenüber, konstatierte das deutsche Aktionsbündniss gegen Aids. Das Kinderhilfswerk terre des hommes erklärte, eine Eindämmung der Pandemie sei nur möglich, wenn sich die ergriffenen Maßnahmen an den Lebensumständen der Menschen orientieren.
Aidskonferenz TorontoToronto/Köln (epo.de). - Die Malteser haben anlässlich der Internationalen Aids-Konferenz in Toronto davor gewarnt, die Bekämpfung von AIDS könne bald wegen eines Mangels an qualifizierten Medizinern ins Stocken geraten. "Die einzelnen Länder müssen dringend mehr Ärzte und Pflegepersonal ausbilden, die die langwierige AIDS-Therapie und die psychosoziale Betreuung durchführen können", forderte Marie Theres Benner, Referentin für Gesundheitsprogramme bei Malteser International. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO müssten mindestens vier Millionen zusätzliche Stellen geschaffen werden. Das werde mehr als sieben Milliarden Dollar kosten. "Brot für die Welt" forderte einen deutlich verbesserten Zugang zu Aids-Medikamenten in den ärmeren Ländern.
WFPNew York (epo.de). - Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hat angekündigt, die Nahrungsmittelrationen für die Opfer des Bürgerkrieges in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur müssten ab Oktober gekürzt werden. Weil nicht genügend Mittel für die Nahrungsmittelhilfe zur Verfügung stünden, müsse die Versorgung für sechs Millionen Menschen verringert werden, sagte der WFP-Vertreter im Sudan, Kenro Oshidari, am Mittwoch in New York.
OikocreditAachen/Bonn (epo.de). - Mit einer Geldanlage in Höhe von 10.000 Euro hat sich jetzt das katholische Hilfswerk MISEREOR an der Ökumenischen Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit beteiligt. Oikocredit vermittelt aus den Geldanlagen von Einzelpersonen, kirchlichen Organisationen und Gemeinden Darlehen an Genossenschaften und kleine Unternehmen in armen Ländern und hilft so bei Existenzgründungen und langfristiger Sicherung des Lebensunterhalts.
DRKBerlin (epo.de). - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat im Jahr 2005 mit 143 Millionen Euro so viele Spenden für die Auslandshilfe erhalten wie nie zuvor. 120,6 Millionen Euro seien allein für die Tsunami-Opfer gespendet worden, teilte die Organisation am Mittwoch in Berlin mit. DRK-Präsident Rudolf Seiters erinnerte an die vielen vergessenen Kriege und Konflikte und rief die Bevölkerung zu Spenden für die Opfer der humanitären Katastrophe im Libanon auf.
Joachim R?cker. Foto: joachim-ruecker.deNew York/Berlin (epo.de). - Der deutsche Diplomat Joachim Rücker wird neuer UN-Verwalter der serbischen Provinz Kosovo. UN-Generalsekretär Kofi Annan informierte den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen jetzt über seine Pläne, den Deutschen zum Nachfolger des Dänen Sören Jessen-Petersen zu ernennen, der im Juni zurückgetreten war. Rücker ist derzeit stellvertretender Leiter der United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) und verantwortlich für Privatisierungen im Kosovo.
?rzte der WeltToronto/München (epo.de). -  Anlässlich der Welt-Aids-Konferenz in Toronto hat die Hilfsorganisation Ärzte der Welt einen dezentralen Zugang zu präventiven Maßnahmen und zu einer bezahlbaren Behandlung von Aids insbesondere für die am meisten ausgegrenzten und gefährdeten Bevölkerungsgruppen gefordert. Ein integrativer Ansatz zur Bekämpfung der Krankheit müsse die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Folgen, die mit Aids einhergehen, sowie die Ausgrenzung und die Verwundbarkeit der Betroffenen beachten, forderte die Organisation.

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