Entwicklung

un summitNew York (epo). - Der zweite Tag des Weltgipfels der Vereinten Nationen in New York steht im Zeichen der Krisenherde. Auf der Rednerliste des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs stehen der irakische Präsident Jalal Talabani, der israelische Premierminister Ariel Sharon, Kongos Präsident 

Denis Sassou Nguesso, Äthiopiens Premier Meles Zenawi und der neue Präsident Burundis, Pierre Nkurunziza. Auch der afghanische Vizepräsident Ahmed Zia Massoud und die srilankische Präsidentin Chandrika Bandaranaike Kumaratunga ergreifen das Wort.

un summitNew York (epo). - Unmittelbar vor Beginn der 60. Vollversammlung der Vereinten Nationen haben sich Unterhändler einer UN-Kerngruppe aus 33 Nationen auf eine Schlusserklärung für den Weltgipfel geeinigt. Während Diplomaten das Kompromisspapier als Erfolg bezeichneten, zeigten sich regierungsunabhängige Organisationen wie Human Rights Watch und Oxfam enttäuscht über die durch zahlreiche Änderungen und Streichungen "verwässerte" Erklärung.

ArmutskampagneBerlin/Bonn (epo). - Die deutsche Musikwirtschaft unterstützt die Kampagne "Deine Stimme gegen Armut" deutscher NRO. "Die weltweite Armutsbekämpfung ist ein wichtiges Ziel der Staatengemeinschaft und fordert Engagement und Solidarität", erklärte Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, am Mittwoch in Berlin. Logos und Banner sollen künftig auf Firmen- und Künstlerwebseiten zu sehen sein. Viele Musikfirmen wollen das Kampagnenlogo in die CD- und DVD-Cover integrieren. Weitere Maßnahmen wie die Integration in Werbespots und die Präsentation im Rahmen von Konzerten werden zurzeit mit allen Beteiligten geprüft.

faoNew York/Rom (epo). - Die Welternährungsorganisation FAO hat die in New York versammelten Staats- und Regierungschefs dazu aufgerufen, zu ihren Verpflichtungen zur Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015 zu stehen. Die in Rom ansässige UN-Organisation forderte eine "angemessene Finanzierung" der Aktionen und Programme zur Förderung der ländlichen Entwicklung und zur Verringerung der Armut und rief dazu auf, "den verletztlichsten Menschen einen direkten Zugang zu Nahrung zu verschaffen".

Franz NuschelerHamburg (epo). - Der Duisburger Entwicklungsforscher Franz Nuscheler hat vor der Vorstellung gewarnt, mehr Entwicklungshilfe sei das Allheilmittel im Kampf gegen die weltweite Armut. Vordringlich sei vielmehr eine "zielgerechte Verwendung" der heutigen Mittel, erklärte der Direktor des Duisburger Instituts für Entwicklung und Frieden anlässlich des in New York stattfindenden UN-Weltgipfels in der Wochenzeitung "Die Zeit". Das EU-Ziel, die Hilfe bis zum Jahr 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttonationalprodukts zu steigern, nannte er "illusorisch".

Jean Ping. Foto: UNONew York (epo). - Der "Weltgipfel" der Vereinten Nationen in New York scheint einen Tag vor seinem Beginn in zentralen Punkten bereits "geplatzt". Der Sprecher der US-Delegation, Rick Grenell, räumte mit Blick auf die umstrittene Abschlusserklärung des Gipfeltreffens ein, die Staatengemeinschaft werde "ein Dokument voller Löcher in jenen Punkten produzieren, in denen sich die Mitgliedstaaten nicht einigen konnten". Hinsichtlich der Umwandlung der UN-Menschenrechtskommission in einen "Menschenrechtsrat" und der Verwaltungsreform der UNO seien die Verhandlungen bereits "geplatzt". Die USA hatten rund 400 Änderungswünsche für die 40seitige Erklärung.

EEDBonn (epo). - Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) hat an die Bundesregierung appelliert, sich einer Aufweichung der Pläne zur Halbierung der Armut bis 2015 auf dem morgen beginnenden UN-Gipfel zu widersetzen. Zugleich solle sich Deutschland insbesondere für die Förderung von Bildung einsetzen, die zentrale Voraussetzung für Entwicklung sei, sagte der EED-Vorstandsvorsitzende Konrad von Bonin am Dienstag bei der EED-Jahrespressekonferenz in Bonn.

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