Wirtschaft

OECD WatchBerlin/Bonn/Paris (epo). - Eine internationale Koalition von nichtstaatlichen Organisationen fordert strengere Regeln für multinationale Konzerne. Die Leitsätze der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) der westlichen Industriestaaten für multinationale Unternehmen seien kein ausreichendes Instrument, um unternehmerisches Fehlverhalten zu ahnden, heißt es in einem Bericht von "OECD Watch", der heute während der Sitzung des Investment Komitees der OECD in Paris veröffentlicht wurde.

GermanwatchDüsseldorf (epo). - Die entwicklungspolitische Nord-Süd-Initiative Germanwatch hat mit einer Fachtagung im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf das Dialogprojekt "Süßer Sprengstoff für die entwicklungspolitische und ökologische Debatte" gestartet. Mehr als 50 Fachleute, Politiker und Wissenschaftler diskutierten über die Reform der EU-Zuckermarktordnung, deren Folgen für Zuckerbauern in Europa und den Ländern des Südens und darüber, wie die Zuckerpolitik sozial und ökologisch nachhaltig gestaltet werden kann.

oxfamBerlin (epo). - Die internationale Hilfsorganisation Oxfam ist besorgt, dass auf der Jahrestagung von IWF und Weltbank am kommenden Wochenende die G8-Vereinbarung zum Schuldenerlass einen schweren Rückschlag erleiden könnte. Anteilseigner aus den reichen Ländern könnten das Abkommen verzögern und verwässern, was folgenschwere Auswirkungen auf die ärmsten Menschen der Welt haben würde, befürchtet Oxfam aufgrund von Äußerungen des Weltbankpräsidenten Paul Wolfowitz.

Fairer BlumenhandelBonn (epo). - Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), das Flower Label Program (FLP) und die Fachzeitschrift der deutschen Floristen, "florist", haben die Aktion "Roses for Peace" ins Leben gerufen. Rund 9.500 Blumenfachgeschäfte haben über die Vertriebswege der Zeitschrift attraktive Poster, Informationsmaterialien und Präsentationsvorschläge erhalten, um zum Weltfriedenstag am 21. September für zertifizierte Rosen aus Ecuador zu werben. "Gerade diese Rosen eignen sich besonders gut als Friedenssymbol, denn sie stehen für faire Produktionsbedingungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Handel und den Produzenten im Entwicklungsland Ecuador," erklärte DED-Geschäftsführer Jürgen Wilhelm.

Weltentwicklungsbericht 2006Washington (epo). - Die Weltbank versucht sich in ihrem Weltentwicklungsbericht 2006 unter dem Titel "Equity and Development" am Spagat zwischen Gerechtigkeit und Wirtschaftswachstum. Gerechtigkeit, von der Finanzinstitution primär definiert als Chancengleichheit unter den Menschen, sollte überall in der Entwicklungswelt integraler Bestandteil einer erfolgreichen Strategie zum Abbau der Armut sein, heißt es in dem Bericht. Dieser zeigt gleichwohl auf, dass die Kluft innerhalb und zwischen den Nationen weiter wächst und den überwiegenden Teil der Weltbevölkerung in die extreme Armut treibt.

Hugo Chav?z Fr?asNew York (epo). - Venezuelas Präsident Hugo Chávez Frías hat am zweiten Tag des Weltgipfels der Vereinten Nationen eine neue Weltwirtschaftsordung gefordert. Mit der von den westlichen Industrienationen vorangetriebenen Globalisierung und Liberalisierung der Märkte werde die Menschheit "einem sozio-ökonomischen Modell geopfert". Zugleich forderte er eine fundamentale Reform des Bretton Woods Systems und der UNO sowie die Verlegung der UN-Zentrale von New York in ein Land des Südens. Sitz der Vereinten Nationen könne nicht ein Land sein, das internationales Recht verletze, erklärte Chav?z.

UN Konvention gegen KorruptionNew York (epo). - Die erste internationale Konvention gegen Korruption kann in Kraft treten, nachdem mit Ecuador 30 Staaten die Urkunde ratifiziert haben. Das südamerikanische Land habe die Ratifizierungsurkunde der UN-Konvention am Rande des UN Gipfels in New York übergeben, teilten die Vereinten Nationen mit. Das Übereinkommen tritt damit binnen 90 Tagen in Kraft. Deutschland hat die Konvention am 9. Dezember 2003 unterzeichnet, bislang aber noch nicht ratifiziert.

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