Wirtschaft

D?IHamburg (epo). - Welche Auswirkungen hat der Globalisierungsprozess mit seinen grenzüberschreitenden Aktivitäten auf die Kultur und das Alltagshandeln der Menschen? Bilden sich im Zuge von Migrationsprozessen grenzüberschreitende - also transnationale - Beziehungen heraus, die die nationalstaatlichen Grenzen unbedeutender werden lassen? Wie funktioniert transnationale Politik? Das aktuell erschienene Schwerpunktheft von Nord-Süd aktuell - publiziert vom Deutschen Übersee-Institut (Hamburg) - geht diesen Fragen nach und thematisiert insbesondere die Netzwerke und Lebensrealitäten von Migranten.

erlassjahr.deDüsseldorf (epo). - Trotz Schuldenstreichung keine zusätzlichen Mittel: Den Entwicklungsländern soll an Geld gestrichen werden, was ihnen zuvor erlassen wurde. Die zukünftigen Zahlungen an die Entwicklungsländer sollen nach Recherchen von erlassjahr.de in Höhe der beschlossenen Schuldendienstverminderung reduziert werden.  Damit sei die Übereinkunft der G8-Finanzminister für die Entwicklungsländer ein Nullsummenspiel, erklärte erlassjahr.de in Düsseldorf.

Kinderarbeit im Steinbruch Heidelberg (epo). - Eine Million Kinder müssen in Steinbrüchen und Bergwerken Lateinamerikas, Afrikas und Asiens arbeiten. Dies sei unerträglich, erklärte Klaus Heidel, Sprecher des Deutschen NRO-Forums Kinderarbeit aus Anlass des diesjährigen Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni. Die Kinder seien unglaublichen Risiken ausgesetzt. Die Stollen in den meist kleinen Bergwerken seien kaum gesichert, Explosionen und Einstürze drohten täglich. Häufig würden Kinder verschüttet. Auch ohne Unfälle seien die Kinder unter Tage vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt: mangelhafte Beleuchtung, Staub, Feuchtigkeit, extreme Temperaturen, der Lärm der Maschinen und nicht zuletzt lange Arbeitszeiten ruinierten ihre Gesundheit.

Kongress McPlanet.comHamburg (epo). - Die Politik muss den Welthandel von Grund auf ökologischer und sozialer gestalten, Konsumenten sollen mehr Politik mit dem Einkaufskorb betreiben und Konzerne mehr globale Verantwortung übernehmen. Mit diesem Aufruf ist in Hamburg dreitägige Kongress "McPlanet.com - Konsum. Globalisierung. Umwelt" zu Ende gegangen. 1.500 Teilnehmer kamen zu den Diskussiosveranstaltungen von Attac, BUND und Greenpeace in Kooperation mit der Heinrich- Böll-Stiftung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

GermanwatchBerlin (epo). - Die Reformumsetzung der EU-Milchmarktordnung wird die Milchpreise in der EU unter Druck setzen und damit die bereits schwierige Lage der einheimischen Milchbauern weiter verschärfen. Durch vermehrte Milch-Überschüsse, die durch Exportsubventionen verbilligt auf den Weltmarkt gelangten, werde aber auch für Kleinbauern in Entwicklungsländern der Absatz ihrer Milchprodukte auf heimischen und internationalen Märkten erschwert. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch und die Bauernorganisation Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zum internationalen Tag der Milch am 1. Juni vorgestellt haben.

FIANHeidelberg/Brasilia (epo). - Rund 12.000 Landlose haben in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia die Regierung zur Umsetzung einer umfassenden Agrarreform aufgefordert. Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN und die Kleinbauernbewegung La V?a Campesina unterstützten den "Marsch der Landlosen", der von der Landlosen-Bewegung MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra) organisiert wurde. Der Marsch hatte am 2. Mai in Goiana begonnen. Viele Bauern haben zu Fuß bis zu 200 Kilometer zurück gelegt.

ILOGenf/Berlin (epo). - Mindestens 12,3 Millionen Männer, Frauen und Kinder weltweit arbeiten gegenwärtig unter Zwang oder sklavenähnlichen Bedingungen. In ihrem am Mittwoch in Genf, Berlin und London vorgestellten Bericht "Eine globale Allianz gegen Zwangsarbeit" hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) damit erstmals das Thema Zwangsarbeit mit konkreten Zahlen unterfüttert. Am größten ist das Problem dem Bericht zufolge in Asien, Afrika und Lateinamerika, doch auch die Industrieländer sind nicht frei davon. Skrupellose Geschäftemacher streichen auf diese Weise Profite in Höhe von mindestens 44 Milliarden US-Dollar im Jahr ein.

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