Wirtschaft

EEDBonn (epo). - Die Pläne der EU-Kommission zur Reform des Zuckermarktes verheißen nach Ansicht des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) nichts Gutes für die Entwicklungsländer. "Für AKP-Länder wie z.B. Fidji oder Jamaika verschlechtert sich die Lage erheblich", warnte EED-Agrarexperte Rudolf Buntzel. "Stützen sie sich bisher noch auf die Lieferrechte aus Kolonialzeiten, sollen jetzt ihre Preise genauso gekürzt werden wie die der einheimischen Rübenbauern - Ausgleichszahlungen erhalten sie keine."

BUKO BiopiraterieWolfenbüttel/München (epo). - Die Amazonas-Frucht Cupuacu wird nicht patentiert und darf wieder beim Namen genannt werden. Das Europäische Markenamt habe die Marken-Eintragung des Namens "Cupuacu" gelöscht und das Europäische Patentamt die Patentanmeldung auf die Verarbeitung der Fruchtkerne der Cupuacu zu schokoladeähnlicher Cupulate für hinfällig erklärt, teilte die "BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie" am Freitag mit. Die Aktionen der BUKO-Kampagne und ihrer Kooperationspartner, darunter "amazonlink" (Brasilien) seien damit endlich von Erfolg gekrönt.

D?IHamburg (epo). - Welche Auswirkungen hat der Globalisierungsprozess mit seinen grenzüberschreitenden Aktivitäten auf die Kultur und das Alltagshandeln der Menschen? Bilden sich im Zuge von Migrationsprozessen grenzüberschreitende - also transnationale - Beziehungen heraus, die die nationalstaatlichen Grenzen unbedeutender werden lassen? Wie funktioniert transnationale Politik? Das aktuell erschienene Schwerpunktheft von Nord-Süd aktuell - publiziert vom Deutschen Übersee-Institut (Hamburg) - geht diesen Fragen nach und thematisiert insbesondere die Netzwerke und Lebensrealitäten von Migranten.

erlassjahr.deDüsseldorf (epo). - Trotz Schuldenstreichung keine zusätzlichen Mittel: Den Entwicklungsländern soll an Geld gestrichen werden, was ihnen zuvor erlassen wurde. Die zukünftigen Zahlungen an die Entwicklungsländer sollen nach Recherchen von erlassjahr.de in Höhe der beschlossenen Schuldendienstverminderung reduziert werden.  Damit sei die Übereinkunft der G8-Finanzminister für die Entwicklungsländer ein Nullsummenspiel, erklärte erlassjahr.de in Düsseldorf.

Kinderarbeit im Steinbruch Heidelberg (epo). - Eine Million Kinder müssen in Steinbrüchen und Bergwerken Lateinamerikas, Afrikas und Asiens arbeiten. Dies sei unerträglich, erklärte Klaus Heidel, Sprecher des Deutschen NRO-Forums Kinderarbeit aus Anlass des diesjährigen Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni. Die Kinder seien unglaublichen Risiken ausgesetzt. Die Stollen in den meist kleinen Bergwerken seien kaum gesichert, Explosionen und Einstürze drohten täglich. Häufig würden Kinder verschüttet. Auch ohne Unfälle seien die Kinder unter Tage vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt: mangelhafte Beleuchtung, Staub, Feuchtigkeit, extreme Temperaturen, der Lärm der Maschinen und nicht zuletzt lange Arbeitszeiten ruinierten ihre Gesundheit.

Kongress McPlanet.comHamburg (epo). - Die Politik muss den Welthandel von Grund auf ökologischer und sozialer gestalten, Konsumenten sollen mehr Politik mit dem Einkaufskorb betreiben und Konzerne mehr globale Verantwortung übernehmen. Mit diesem Aufruf ist in Hamburg dreitägige Kongress "McPlanet.com - Konsum. Globalisierung. Umwelt" zu Ende gegangen. 1.500 Teilnehmer kamen zu den Diskussiosveranstaltungen von Attac, BUND und Greenpeace in Kooperation mit der Heinrich- Böll-Stiftung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

GermanwatchBerlin (epo). - Die Reformumsetzung der EU-Milchmarktordnung wird die Milchpreise in der EU unter Druck setzen und damit die bereits schwierige Lage der einheimischen Milchbauern weiter verschärfen. Durch vermehrte Milch-Überschüsse, die durch Exportsubventionen verbilligt auf den Weltmarkt gelangten, werde aber auch für Kleinbauern in Entwicklungsländern der Absatz ihrer Milchprodukte auf heimischen und internationalen Märkten erschwert. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch und die Bauernorganisation Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zum internationalen Tag der Milch am 1. Juni vorgestellt haben.

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok