Wirtschaft

EEDBonn (epo). - Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, sich beim G8 Gipfel für eine Nachbesserung der Vorschläge zum Schuldenerlass einzusetzen. Statt an die Armutsbekämpfung seien die Kriterien zur Entschuldung an die Bereitschaft der Entwicklungsländer zur Öffnung ihrer Märkte geknüpft, kritisierte der EED.

DWHHBonn (epo). - Die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) hat im Vorfeld des G8-Gipfels in Gleneagles (Schottland) vor überzogenen Erwartungen bezüglich der Wirkung des geplanten Schuldenerlasses gewarnt. "Das ist kein Allheilmittel", sagte der Generalsekretär der Hilfsorganisation, Hans-Joachim Preuß, in Bonn. Die Organisation begrüße den Erlass als Weg aus der Schuldenfalle, er müsse jedoch mit klaren Bedingungen und Kontrolle verknüpft sein.

GoldkampagneHerne (epo). - Die internationale Konsumentenkampagne "No Dirty Gold" hat bereits 10.000 Unterschriften gegen Menschenrechtsverletzungen im Goldbergbau gesammelt. Bis zum Valentinstag 2006 soll diese Zahl (Stand: Mitte Juni 2005) noch verdoppelt werden. "Angesichts der sich zuspitzenden Konflikte in den Goldbergbauregionen setzen Verbraucher weltweit ein Zeichen, dass die Rechte auf Land und Wasser der ländlichen Bevölkerung respektiert werden müssen", sagte Ute Hausmann, Goldexpertin bei der Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland.

EEDBonn (epo). - Die Pläne der EU-Kommission zur Reform des Zuckermarktes verheißen nach Ansicht des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) nichts Gutes für die Entwicklungsländer. "Für AKP-Länder wie z.B. Fidji oder Jamaika verschlechtert sich die Lage erheblich", warnte EED-Agrarexperte Rudolf Buntzel. "Stützen sie sich bisher noch auf die Lieferrechte aus Kolonialzeiten, sollen jetzt ihre Preise genauso gekürzt werden wie die der einheimischen Rübenbauern - Ausgleichszahlungen erhalten sie keine."

BUKO BiopiraterieWolfenbüttel/München (epo). - Die Amazonas-Frucht Cupuacu wird nicht patentiert und darf wieder beim Namen genannt werden. Das Europäische Markenamt habe die Marken-Eintragung des Namens "Cupuacu" gelöscht und das Europäische Patentamt die Patentanmeldung auf die Verarbeitung der Fruchtkerne der Cupuacu zu schokoladeähnlicher Cupulate für hinfällig erklärt, teilte die "BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie" am Freitag mit. Die Aktionen der BUKO-Kampagne und ihrer Kooperationspartner, darunter "amazonlink" (Brasilien) seien damit endlich von Erfolg gekrönt.

D?IHamburg (epo). - Welche Auswirkungen hat der Globalisierungsprozess mit seinen grenzüberschreitenden Aktivitäten auf die Kultur und das Alltagshandeln der Menschen? Bilden sich im Zuge von Migrationsprozessen grenzüberschreitende - also transnationale - Beziehungen heraus, die die nationalstaatlichen Grenzen unbedeutender werden lassen? Wie funktioniert transnationale Politik? Das aktuell erschienene Schwerpunktheft von Nord-Süd aktuell - publiziert vom Deutschen Übersee-Institut (Hamburg) - geht diesen Fragen nach und thematisiert insbesondere die Netzwerke und Lebensrealitäten von Migranten.

erlassjahr.deDüsseldorf (epo). - Trotz Schuldenstreichung keine zusätzlichen Mittel: Den Entwicklungsländern soll an Geld gestrichen werden, was ihnen zuvor erlassen wurde. Die zukünftigen Zahlungen an die Entwicklungsländer sollen nach Recherchen von erlassjahr.de in Höhe der beschlossenen Schuldendienstverminderung reduziert werden.  Damit sei die Übereinkunft der G8-Finanzminister für die Entwicklungsländer ein Nullsummenspiel, erklärte erlassjahr.de in Düsseldorf.

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