Demokratisierung

Tsunami-Folgen in Sri LankaFriedrichsdorf (epo). - Bombenattentate und politische Morde haben seit November fast 100 Tote in Sri Lanka gefordert. Der Wiederaufbau in einigen Tsunami-Gebieten des Inselstaates werde durch die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen beeinträchtigt, erklärte die Hilfsorganisation World Vision am Donnerstag in Friedrichsdorf. Jüngster Vorfall sei ein Selbstmordanschlag auf ein Marineschiff an der Ostküste gewesen, bei dem das Schiff versenkt und 13 Soldaten sowie die Attentäter getötet wurden.

DWHHNairobi/Bonn (epo). - Die Deutsche Welthungerhilfe beobachtet eine starke Zunahme der Armutsprostitution durch die fortgesetzte Dürre in Kenia. Sie konzentriere sich vor allem an der wichtigsten Verbindungsstraße Kenias, die im Südosten von der Hafenstadt Mombasa in die Hauptstadt Nairobi und von dort in das Gebiet der Großen Seen in Zentral-Afrika führt. "Es werden immer mehr Mädchen entlang der Straße, sie sind oft nicht älter als 13", sagte Iris Krebber, Büroleiterin der Welthungerhilfe in Kenia.

Maren PaechColombo/Köln (epo). - Der Malteser Hilfsdienst hat die desolate Sicherheitslage für Mitarbeiter der Not- und Katastrophenhilfe in Sri Lanka beklagt. Die Situation sei unberechenbar, erklärte Maren Paech, Projektkoordinatorin von Malteser International in Sri Lanka: "Früher richteten sich die Anschläge eher gegen Armee-Stützpunkte, jetzt haben sich die Attacken auf die Zivilbevölkerung ausgeweitet. Und sogar am Strand, wo sonst Familien, Freunde und Studenten friedlich den Tag ausklingen lassen, ist man nicht mehr sicher." Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) betrachtet die instabile politische Situation im Norden und Osten von Sri Lanka "mit großer Sorge".

GfbVGöttingen (epo). - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat gezielte Hilfe für die von der Dürrekatastrophe im Nordosten Kenias besonders betroffenen Somali-Nomaden gefordert. "Mehrere hunderttausend Nomaden benötigen dringend nicht nur Nahrungsmittelhilfe, sondern auch international geförderte Unterstützungsprogramme, um ein Massensterben ihrer Viehherden zu verhindern", erklärte GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius in Göttingen.

Chat der WeltenDüsseldorf (epo). - Geschichte und Kultur der indianischen Völker und ihr gegenwärtiges Alltagsleben stehen im Mittelpunkt des neuen Lehrbuches "Indigene Völker in Lateinamerika", das jetzt im Rahmen des Internetprojekts "Ch@t der Welten" erschienen ist. Das Lehrbuch bietet einen Einblick in die Vielfalt der Kulturen, Sprachen, Weltanschauungen, Lebenssituationen und Rechte indigener Völker in Lateinamerika.

Strassenkinder in Haiti. Foto: SalesianerPort-au-Prince (epo). - Die für den 8. Januar 2006 geplanten Wahlen in Haiti sind erneut auf einen späteren Zeitpunkt verlegt worden. Dies teilte der Vorsitzende des Wahlrates CEP am Wochenende in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince mit. Als Grund für die bisher fünfte Verschiebung wurde angegeben, dass die meisten Wahlzettel und Ausweise noch nicht bei den Wahlberechtigten angekommen seien.

Fl?chtlinge im SudanGöttingen (epo). - Mehr als 3,5 Millionen Menschen - fast ausschließlich Schwarzafrikaner christlichen und muslimischen Glaubens oder Anhänger eigener Religionen - sind im Sudan in den vergangenen fünf Jahrzehnten Völkermord, Bürgerkrieg, Vertreibung und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen zum Opfer gefallen. Diese Schreckensbilanz zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) anlässlich des 50. Jahrestages der Ausrufung der Unabhängigkeit des Sudan am 1. Januar 1956.

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