Länder

inkota 200Berlin. - Nach Bekanntwerden der Studienergebnisse eines internationalen Forscherteams zum Zusammenhang des Pestizideinsatzes auf Zuckerrohrplantagen in Zentralamerika und dem Tod zehntausender Menschen hat die Entwicklungsorganisation INKOTA die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Sie müsse endlich dafür sorgen, dass europäische Konzerne wie Bayer-Monsanto und Syngenta erwiesenermaßen gesundheitsschädliche Pestizide nicht länger in Ländern des globalen Südens vermarkten dürfen.

misereorAachen. - MISEREOR und seine Partnerorganisationen in Kolumbien haben die Rückkehr einer Gruppe von FARC-Kommandanten zu den Waffen verurteilt. Die Gruppe hatte verkündet, eine neue Guerilla gegründet zu haben und zu diesem Schritt durch den "Verrat am Friedensvertrag" seitens der aktuellen Regierung gezwungen worden zu sein.

amerika 21Bogotá. - Drei Jahre nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc-EP) haben führende Köpfe dieser Guerillaorganisation den bewaffneten Kampf wieder aufgenommen. Der zweithöchste Kommandant der ehemaligen Farc-Guerilla, Iván Márquez, veröffentliche in der Nacht zum Donnerstag ein Video, in dem er zusammen mit anderen ehemaligen Guerillaführern "eine neue Phase des bewaffneten Kampfes" ankündigt. Dies hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Freitag berichtet.

oenz 100Berlin. - Nach der Schließung der größten Kobalt-Mine in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) haben zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit das Schweizer Bergbauunternehmen Glencore kritisiert. Es handele sich um einen strategischen Schachzug des Unternehmens, um die Kobaltpreise steigen zu lassen und die kongolesische Regierung unter Druck zu setzen. Nachdem KleinschürferInnen im Land gewaltsam vertrieben wurden, warnen die Entwicklungsorganisationen INKOTA und ÖNZ vor Unruhen und zunehmenden sozialen Konflikten in den Provinzen Haut-Katanga und Lualaba.

amerika 21Brasilia. - Nachdem die brasilianische Regierung heftige Kritik für ihren zögerlichen Kampf gegen die verheerenden Feuer im Amazonasgebiet eingesteckt hat, greift nun seit drei Tagen das Militär ein. Sieben Bundesstaaten hatten um die Unterstützung der Streitkräfte gebeten: Rondônia, Roraima, Pará, Tocantins, Amazonas, Acre und Mato Grosso. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Mittwoch berichtet.

worldvisionFriedrichsdorf. - Nach andauernden schweren Angriffen in der syrischen Provinz Idlib sind dort hunderttausende Menschen auf der Flucht. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision berichtet von entsetzlichen Zuständen und fordert einen Waffenstillstand, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

Halle. - Während der letzten Eiszeit lebten die Menschen in Äthiopien nicht in tief gelegenen Tälern, sondern im unwirtlichen Hochgebirge der Bale-Berge. Dort hatten sie ausreichend Wasser, bauten Werkzeuge aus einem Vulkangestein und ernährten sich überwiegend von Riesennagern. Herausgefunden hat das ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Köln, Bern, Marburg, Addis Abeba und Rostock. Damit präsentierten die Wissenschaftler die ersten Beweise dafür, dass unsere Vorfahren in Afrika bereits in der mittleren Steinzeit vor etwa 45.000 Jahren in den Bergen sesshaft waren.

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