UNO

US-Generalstabschef Myers in Bogot?. Foto: US-DoDNew York/Bogotá (epo). - Die US-Administration unter George W. Bush hat in den letzten drei Jahren ihre Militärhilfe für rund zwei Dutzend Länder eingestellt oder gekürzt, um sie dafür zu bestrafen, dass sie gemäss internationalem Recht auch US-Bürger an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausliefern wollen. Dieses Druckmittel habe sich jedoch als kontraproduktiv erwiesen, berichtet die New York Times. Das US-Militär verliere dadurch an Einfluss insbesondere in Lateinamerika, aber auch die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen verschlechterten sich.

Wappen EritreaAsmara (epo). - Rund 540 Tonnen Nahrungsmittel lagern seit Anfang Juli in der eritreischen Hafenstadt Massawa, während zwei Drittel der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind. Wie der Informationsdienst IRIN der Vereinten Nationen am Dienstag berichtete, hat die Regierung des ostafrikanischen Landes jetzt zugesagt, die Steuern für die eingeführten Hilfsgüter selbst zu übernehmen und die Nahrungsmittelhilfe freizugeben. Seit Mai dieses Jahres verlangen neue Gesetze von Hilfsorganisationen die Zahlung von Steuern, wenn sie Hilfsgüter importieren.

Aceh. Karte: Wikipedia.deHelsinki (epo). - Die indonesische Regierung und die Rebellen der Bewegung Freies Aceh (GAM) haben am Montag in Helsinki ein Friedensabkommen unterzeichnet. Es soll nach 29 Jahren Bürgerkrieg mit mehr als 10.000 Toten Frieden für die rund 4,2 Millionen Bewohner der auch vom Tsunami im Dezember 2004 stark zerstörten indonesischen Provinz bringen. Das Friedensabkommen sieht eine Demilitarisierung der Rebellen und den Abzug indonesischer Truppen aus der Provinz vor.

Gazastreifen. Karte: CIA World FactbookJerusalem (epo). - Israel hat nach 38 Jahren mit dem offiziellen Rückzug aus dem Gazastreifen und aus vier Siedlungen im Westjordanland begonnen. Einreise und Aufenthalt in dem Gebiet sind für israelische Zivilisten seit Mitternacht verboten. Die Bewohner von 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen müssen ihre Häuser binnen 48 Stunden räumen. Die Räumungsbefehle wurden von Armee- und Polizeikräften zugestellt. Der deutsche Außenminister Joschka Fischer begrüßte die israelische Entscheidung als "mutigen historischen Schritt".

OxfamBerlin (epo). - Einen Monat vor dem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York hat die internationale Hilfsorganisation Oxfam die USA, Brasilien, Indien und Russland aufgerufen, ein neue Vereinbarung zur Verhinderung von Völkermord  zu unterstützen. Gräueltaten wie in den 90er Jahren in Ruanda müssten für alle Zeiten ausgeschlossen werden, begründete die Hilfsorganisation ihren Aufruf.

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.