Demokratisierung

Entwicklung hilftBerlin (epo). - Einen Tag vor dem UN-Gipfel in New York haben deutsche Entwicklungsorganisationen deutliche Kritik an der Haltung der USA zur Entwicklungshilfe geübt. "Mit großer Sorge beobachten wir den Versuch der USA, die Bedeutung der Entwicklungshilfe für die Armutsbekämpfung infrage zu stellen und in der Abschlusserklärung des Gipfels die entwicklungspolitischen Aussagen auf ein Minimum zu reduzieren", sagte der Sprecher des Bündnisses "Entwicklung hilft!", Peter Mucke, in Berlin.

DRKBerlin (epo). - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will gemeinsam mit dem Palästinensischen Roten Halbmond bis Ende 2005 zwei Gemeinschaftszentren in den palästinensischen Städten Tubas und Jericho errichten. Knapp 100.000 Einwohner der palästinensischen Gebiete sollen so Zugang zu medizinischer und sozialer Versorgung erhalten, teilte das DRK am Freitag mit.

Uschi EidBerlin (epo). - Die Parlamentarische Staatsseketärin im Entwicklungsministerium (BMZ), Uschi Eid, vertritt die Bundesregierung bei der Amtseinführung des neuen burundischen Staatspräsidenten Pierre Nkurunziza am Freitag in der Hauptstadt Bujumbura. "Die demokratische Wahl und die Amtseinführung von Pierre Nkurunziza als Staatspräsident gibt den Menschen in Burundi Hoffnung, dass der Konflikt zwischen Hutu und Tutsi im Land nun endgültig vorbei ist", erklärte Eid am Donnerstag in Berlin. Die Staatssekretärin nimmt auf Einladung der burundischen Regierung in ihrer Eigenschaft als G8-Afrikabeauftragte des Bundeskanzlers an der Amtseinführung teil.

Kofi AnnanNew York (epo). - UN-Generalsekretär Kofi Annan will mit einem Besuch in Niger auf die nach wie vor bestehenden Nahrungsmittelengpässe in Westafrika aufmerksam machen. Die Reise solle die Solidarität der Vereinten Nationen mit den Menschen in Niger zeigen und die internationale Aufmerksamkeit auf die besonderen Herausforderungen richten, mit denen sich die Sahel-Länder konfrontiert sehen, sagte ein UN-Sprecher in New York.

Sudan - DarfurNew York (epo). - Die Friedenstruppen der Vereinten Nationen im Sudan (UNMIS) haben über neue  gewaltsame Übergriffe in der Unruheprovinz Darfur berichtet. Demnach haben bewaffnete Banden Flüchtlingslager angegriffen und UN-Fahrzeuge überfallen. In einem Dorf nahe der Stadt Nyala im Süden Darfurs töteten bewaffnete Männer vier Menschen. Ein sudanesischer Polizeioffizier sei auf dem Weg in das Flüchtlingslager Zam Zam im Norden Darfurs ebenfalls überfallen und getötet worden, teilten die Vereinten Nationen weiter mit.

US-Generalstabschef Myers in Bogot?. Foto: US-DoDNew York/Bogotá (epo). - Die US-Administration unter George W. Bush hat in den letzten drei Jahren ihre Militärhilfe für rund zwei Dutzend Länder eingestellt oder gekürzt, um sie dafür zu bestrafen, dass sie gemäss internationalem Recht auch US-Bürger an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausliefern wollen. Dieses Druckmittel habe sich jedoch als kontraproduktiv erwiesen, berichtet die New York Times. Das US-Militär verliere dadurch an Einfluss insbesondere in Lateinamerika, aber auch die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen verschlechterten sich.

Wappen EritreaAsmara (epo). - Rund 540 Tonnen Nahrungsmittel lagern seit Anfang Juli in der eritreischen Hafenstadt Massawa, während zwei Drittel der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind. Wie der Informationsdienst IRIN der Vereinten Nationen am Dienstag berichtete, hat die Regierung des ostafrikanischen Landes jetzt zugesagt, die Steuern für die eingeführten Hilfsgüter selbst zu übernehmen und die Nahrungsmittelhilfe freizugeben. Seit Mai dieses Jahres verlangen neue Gesetze von Hilfsorganisationen die Zahlung von Steuern, wenn sie Hilfsgüter importieren.

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