Humanitäre Hilfe

whh Bonn. - Anlässlich des Jahrestags der Flucht der Rohingya aus Myanmar (25. August) hat die Welthungerhilfe darauf aufmerksam gemacht, dass sich in Bangladesch derzeit die drittgrößte Flüchtlingskrise der Welt abspielt. Angesichts des Ausmaßes seien die Hilfszusagen der internationalen Staatengemeinschaft für die Flüchtlinge und die lokale Bevölkerung völlig unzureichend. Gleichzeitig brauche es stärkere internationale Bemühungen, um eine langfristige politische Lösung für die Menschen zu finden.

behBerlin. - Fast 900.000 Rohingya sind seit Ende August 2017 aus Myanmar nach Bangladesch geflohen. Seit einem Jahr verharren sie in überfüllten Camps. Die einfachen Unterkünfte aus Planen und Bambus bieten nur wenig Schutz gegen den Regen und die Stürme während der momentanen Regenzeit. Das Bündnis Entwicklung Hilft warnt angesichts der Perspektivlosigkeit der Menschen vor der steigenden Gefahr von Ausbeutung, Missbrauch und Gewaltausbrüchen.

misereorAachen. - Mit einer Soforthilfe von 50.000 Euro unterstützt das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR Menschen, die im südindischen Bundesstaat Kerala von verheerenden Überschwemmungen betroffen sind. Das Geld ist für die Reparatur bzw. den Wiederaufbau von Häusern vorgesehen und soll Flutopfer in die Lage versetzen, ihre Existenz durch den Kauf von Saatgut oder die Wiederbeschaffung von Nutztieren zu sichern.

caritas Freiburg. - Caritas international unterstützt die Fluthilfe in Indien mit 200.000 Euro. Nach schweren Regenfällen ist vor allem der südindische Bundesstaat Kerala von großflächigen Überschwemmungen betroffen. Hunderte Menschen sind hier nach Behördenangaben bisher ums Leben gekommen, 220.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Notunterkünfte gebracht werden. Es handelt sich nach offizieller Einschätzung um die schwersten Fluten seit hundert Jahren in der Region Kerala.

uno fluechtlingshilfe

Bonn. - Der Tag der humanitären Hilfe (19. August) ist allen Menschen gewidmet, die weltweit Menschen in Not helfen. Ein Tag, an dem besonders jener gedacht wird, die bei dieser Arbeit ihr Leben ließen. "Im vergangenen Jahr bezahlten 179 humanitäre Helfer ihr Engagement mit dem Leben - 141 Hilfsmitarbeiter wurden gekidnappt", mahnt die UNO-Flüchtlingshilfe. Humanitäre Hilfe sei überall dort nötig, wo Krieg und Gewalt ein Leben nicht mehr möglich machen, Menschen fliehen oder Lebensräume durch Naturkatastrophen zerstört werden und die Menschen plötzlich vor dem Nichts stehen.

venro Berlin. - Anlässlich des Welttages der humanitären Hilfe (19. August) hat der Verband für Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) auf die "unhaltbare Situation vor den Außengrenzen Europas" hingewiesen. Der Tod von Flüchtlingen werde zur Abschreckung in Kauf genommen, indem die private Seenotrettung massiv behindert wird. Trotz sinkender Flüchtlingszahlen gebe es unverhältnismäßig viele Tote. Darum fordert VENRO, dass Seenotrettungsorganisationen nicht mehr kriminalisiert und festgesetzt werden, sondern sofort ihre Arbeit wieder aufnehmen können.

caritas Freiburg. - Immer mehr Menschen in Not sind für Helfer nicht zu erreichen. Darauf macht Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, anlässlich des Tages der Humanitären Hilfe (19. August) aufmerksam. Weltweit seien derzeit 135 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. In 44 Ländern werde der Zugang zu diesen Menschen ganz oder teilweise verhindert, so Caritas international.

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok