Landwirtschaft

GermanwatchBerlin (epo). - Die Reformumsetzung der EU-Milchmarktordnung wird die Milchpreise in der EU unter Druck setzen und damit die bereits schwierige Lage der einheimischen Milchbauern weiter verschärfen. Durch vermehrte Milch-Überschüsse, die durch Exportsubventionen verbilligt auf den Weltmarkt gelangten, werde aber auch für Kleinbauern in Entwicklungsländern der Absatz ihrer Milchprodukte auf heimischen und internationalen Märkten erschwert. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch und die Bauernorganisation Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zum internationalen Tag der Milch am 1. Juni vorgestellt haben.

FIANHeidelberg/Brasilia (epo). - Rund 12.000 Landlose haben in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia die Regierung zur Umsetzung einer umfassenden Agrarreform aufgefordert. Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN und die Kleinbauernbewegung La V?a Campesina unterstützten den "Marsch der Landlosen", der von der Landlosen-Bewegung MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra) organisiert wurde. Der Marsch hatte am 2. Mai in Goiana begonnen. Viele Bauern haben zu Fuß bis zu 200 Kilometer zurück gelegt.

Berlin/Genf (epo). - Einem neuen Bericht der internationalen Hilfsorganisation Oxfam zufolge üben reiche Länder verstärkt Druck auf arme Länder aus, ihre Märkte zu öffnen. Zugleich schütten sie subventionierte landwirtschaftliche Produkte zu Dumping-Preisen auf diese Märkte und vernichten so die Lebensgrundlage armer Bauern.

GreenpeaceHamburg (epo). - Der Schweizer Gentechnikkonzern Syngenta hat nach Recherchen von Greenpeace weltweite Monopolrechte am so genannten "Goldenen Reis" beantragt. Die Patentanmeldung aus dem Jahr 2004 (WO 04/085656) erstrecke sich auf das Verfahren, das Saatgut und die Pflanzen der genmanipulierten Reissorte, so die Umweltorganisation. Das Patent sei in mehr als hundert Ländern angemeldet. Sogar in Entwicklungsländern, in denen das Saatgut eigentlich kostenlos abgegeben werden solle, würde das Patent greifen.

Hamburg (epo). - Die jährliche Ausweitung der argentinischen Sojaproduktion für den Export fördert die Waldzerstörung und verringert die Selbstversorgung des Landes mit Lebensmitteln. Der Anbau genmanipulierter Soja verstärkt zudem den Pestizideinsatz. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die der US-Agrarwissenschaftler Dr. Charles Benbrook im Auftrag von Greenpeace durchführte. 50 Prozent des nach Europa importierten Sojaschrots stammt aus Argentinien und wird hier als Tierfutter in der Milch-, Fleisch- und Eierproduktion verwendet. 99 Prozent der argentinischen Soja sei genmanipuliert, so Greenpeace.

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