Klimaschutz

germanwatch Berlin. - Ein Sofortprogramm für die deutsche Klimapolitik bis 2020 und die notwendigen Instrumente zum Erreichen des Klimaziels für 2030 fordert die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch für den Koalitionsvertrag. "Wer sich ehrlich machen will, kann nicht die nächste Mogelpackung ankündigen", erklärte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

empaDübendorf. - Die Durchschnittstemperatur des Meeres ist ein wesentlicher Parameter des globalen Klimas, der allerdings nur sehr schwer zu messen ist. Zumindest bis jetzt, denn ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat nun eine entsprechende Methode entwickelt, und zwar mittels Edelgasen im ewigen Eis. Damit lassen sich Rückschlüsse auf die Veränderungen in der Meerestemperatur von der letzten Eiszeit bis heute ziehen. 

Bremen. - Eine internationale Expedition untersucht derzeit, wie sich das Eisschild in der Antarktis im Laufe von Jahrmillionen verändert hat und wie es sich künftig verändern wird. Die Modelle dafür werden unter der Leitung von Dr. Irina Rogozhina am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen anhand von aktuellen Proben und Satellitendaten berechnet. An dem internationalen Projekt sind Partner aus Schweden, Norwegen, Großbritannien, den USA und Deutschland beteiligt. 

germanwatch 150Paris. - Auf dem One Planet Summit in Paris haben öffentliche und private Akteure nach Einschätzung von Germanwatch die Tür aufgestoßen für eine beschleunigte Umsetzung der Klimaziele, auf die sich die Regierungen der Welt vor zwei Jahren in Paris geeinigt haben. "Nach Monaten der Defensive wegen US-Präsident Trump ist nun der internationale Klimaschutz wieder in der Offensive. Es geht um die beschleunigte Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, mehr Geld und die Nachbesserung der Klimaziele", sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

germanwatch 150Bonn. - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch erwartet vom "One Planet Summit", der am Dienstag in Paris veranstaltet wird, konkrete Ankündigungen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Der Gipfel findet genau zwei Jahre nach der Verabschiedung des Paris-Abkommens statt. Rund 50 Staats- und Regierungschefs werden zum One Planet Summit erwartet. 

cop23Bonn. - Die 23. Verhandlungsrunde der Weltklimakonferenz (COP23) ist am Samstag in Bonn zu Ende gegangen. Nichtstaatliche Organisationen (NGOs) haben eine gemischte Bilanz des Klimagipfels gezogen. Zwar habe es Fortschritte bei der Aushandlung eines Regelwerks zum Pariser Klimaabkommen gegeben. Zwischen den für einen ausreichenden Klimaschutz notwendigen Maßnahmen und den in Bonn vorgelegten nationalen Plänen der Staaten klaffe aber noch eine große Lücke. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) und die Klima-Allianz Deutschland zeigten sich "enttäuscht", dass eine politische Dynamik für ehrgeizigen Klimaschutz noch immer fehle. 

wvBonn. - Der Weltklimagipfel ist beendet. Viele Jugendliche aus allen Erdteilen der Welt waren anwesend und forderten eine stärkere Beteiligung bei den Verhandlungen. Die Erwachsenen würden über Dinge entscheiden, die viele von ihnen nicht mehr beträfen, hieß es, aber langfristige Auswirkungen auf sie selbst und ihre Kinder hätten. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision Deutschland unterstützt diese Forderung. 

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