Klimaschutz

MisereorAachen (epo.de). - Der Vorsitzende der Bischöflichen Kommission für MISEREOR, Erzbischof Werner Thissen, hat stärkere Bemühungen von der Internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Klimawandel gefordert. Anlässlich der Wintertagung der Bischöflichen Kommission in Aachen bezeichnete der Erzbischof die Anstrengungen der Bundesregierung, eine umfangreiches Klimapaket auf den Weg zu bringen, das auf eine deutliche Verminderung der deutschen Treibhausgase abzielt, als beispielhaft.  Dies sei auch eine Frage der internationalen Gerechtigkeit.
GermanwatchNusa Dua (epo.de). - Weniger entwickelte Länder leiden unter Stürmen, Überschwemmungen und Wetterextremen häufig sehr viel stärker als die Industrieländer. Im Jahr 2006 war vor allem Asien betroffen. Das geht aus dem Klima-Risiko-Index hervor, den die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch gemeinsam mit der Münchener Rück am Dienstag bei den UN-Klimaverhandlungen in Bali vorstellte. Germanwatch betrachtet die Ergebnisse des Index als einen weiteren Beleg dafür, dass eine zentrale Aufgabe des Klimagipfel in Bali ist, sich auf ein Verhandlungsmandat zu einigen, das die Risiken des Klimawandels deutlich begrenzt und die besonders Betroffenen stärker bei der Anpassung an die negativen Folgen unterstützt.
Bali GipfelNusa Dua/Berlin (epo.de). - Der sogenannte "Anpassungsfonds" zur Finanzierung von Maßnahmen gegen Folgen des Klimawandels kann seine Arbeit aufnehmen. Auf dieses erste konkrete Ergebnis haben sich Vertreter aus Entwicklungs- und Industrieländern bei der UN-Klimakonferenz auf der indonesischen Insel Bali geeinigt. Der Fonds soll im Rahmen des Globalen Umweltfonds (GEF) eingerichtet und aus dem "Mechanismus für saubere Entwicklung" (Clean Development Mechanism, CDM) gespeist werden. Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul begrüßte die Einrichtung des Fonds.
BaliNusa Dua (epo.de). - Der World Future Council hat den Delegierten der Industriestaaten, vor allem aber den USA und Kanada, vorgeworfen, die Klimaverhandlungen auf Bali zu blockieren. Entgegen den Prinzipien der Klimarahmenkonvention, die eine bedingungslose Reduktion von Emissionen in den Industrieländern fordert, wollten sie verbindliche Klimaschutzziele an Zugeständnisse der Schwellenländer wie China, Brasilien und Indien knüpfen. Eine Vereinbarung von konkreten CO2 Reduktionszielen für die Zeit nach 2012 scheine daher in weiter Ferne. Die Verantwortung für Erfolg oder Nichterfolg der Konferenz würde damit den Ländern zugeschoben, die am wenigsten zu der Erderwärmung beigetragen haben.
GermanwatchBali (epo.de). - Mit zwei Dritteln der möglichen Punkte ist Schweden im aktuellen Klimaschutz-Index 2008 wie im vergangenen Jahr auf dem ersten Platz gelandet. "Schweden profitiert von seinem vergleichsweise niedrigen Emissionsniveau, zeigt aber insbesondere in den Bereichen Politik und Trend nur mittelmäßige Leistungen," erklärte Jan Burck, Verantwortlicher für den Klimaschutz-Index bei der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch. Die schlimmsten Klimasünder sind die Länder Saudi Arabien, USA und Australien.
BfdWStuttgart (epo.de). - "Brot für die Welt" und die Diakonie Katastrophenhilfe haben anlässlich der Klimakonferenz in Bali ein konsequentes Handeln der Bundesregierung für den Klimaschutz gefordert. Insbesondere kritisierten sie die Förderung von Agro-Treibstoffen durch die Industrieländer. "Investitionen im Bereich Agro-Sprit werden häufig mit dem Klimaschutz gerechtfertigt, leisten dazu aber wenig Beitrag oder haben sogar einen negativen Effekt", sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin der beiden evangelischen Hilfswerke, am Freitag in Stuttgart.
Gr?nland-EisHamburg (epo.de). - Wegen der Erderwärmung rechnet die Münchener Rückversicherung in Zukunft mit mehr wetterbedingten Katastrophen. "Bisher sehen wir nur einen kleinen Teil dieser Entwicklung", sagte der Vorstandsvorsitzende der Münchener Rückversicherung, Nikolaus von Bomhard, der Wochenzeitung DIE ZEIT (Ausgabe vom 6. Dezember). Der Klimawandel sei "maßgeblich" vom Menschen verursacht und stelle eine "Riesenherausforderung" dar. Er hoffe, dass die Teilnehmer der auf Bali tagenden Weltklimakonferenz sie "sehr ernst" nehmen.
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