1Frankfurt a.M. (epo). - "Gegenwärtig ist eine paradox erscheinende Entwicklung zu beobachten. Die Wüstengebiete der Welt dehnen sich aus, und gleichzeitig ist das Ökosystem Wüste bedroht." Dies schreibt Frank Kürschner-Pelkmann im Dossier zum Internationalen Jahr der Wüsten und Wüstenausbreitung in der Ausgabe 1-2/2006 der Zeitschrift "eins - Entwicklungspolitik Information Nord-Süd".

AttacBamako/Caracas/Frankfurt (epo). - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat nach dem diesjährigen Weltsozialforum (WSF), das in Bamako (Mali) und Caracas (Venezuela) stattgefunden hat, eine positive Bilanz gezogen. In Caracas hätten mehr als 100.000 Menschen bei 1.800 Konferenzen, Arbeitsgruppen und Strategietreffen wichtige Impulse gesetzt, berichtete Dorothea Härlin vom Attac-Rat, die an dem fünftägigen Treffen in Venezuela teilgenommen hat. "Ein zentrales Thema war das Verhältnis der Bewegungen zu progressiven Regierungen."

Waldzerst?rung in Brasilien. Foto: epo ArchivBerlin (epo). - Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Waldzustandsberichts der Bundesregierung haben Umweltorganisationen den ersten "Alternativen Waldschadensbericht" in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Schäden, die Deutschland an den Wäldern in anderen Ländern der Erde hervorrufe, kämen im offiziellen Waldschadensbericht der Bundesregierung nicht vor, kritisierten die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald und die Arbeitsgemeinsschaft Regenwald und Artenschutz (ARA). Diese Lücke schließe der Alternative Waldschadensbericht, indem er die Folgen des deutschen Konsums, der deutschen Finanzierung und der deutschen Politik für die Wälder weltweit exemplarisch beschreibe.

nabuBerlin (epo). - Der Naturschutzbund (NABU) hat den zunehmenden Tier- und Jagdtrophäenhandel in Kirgistan kritisiert. Diese gefährde die Artenvielfalt, erklärte die Organisation am Mittwoch in Berlin. Aktuell kämpft der NABU vor Ort um insgesamt 24 wild gefangene seltene Marco-Polo-Schafe und Sibirische Steinböcke, die sich bereits mehr als ein Jahr in Gefangenschaft befinden und ins Ausland verkauft werden sollen.

WeltbankBerlin (epo). - Anlässlich der anstehenden Verabschiedung neuer Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank-Tochter Internationalen Finanz-Corporation (IFC) hat die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ute Koczy, sich gegen eine Aufweichung der Kriterien ausgesprochen. "Die Weltbank macht gerade den Weg frei, dass Unternehmen ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt Staudämme, Pipelines und Kraftwerke bauen können", sagte Koczy.

Angela MerkelMoskau/Berlin (epo). - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin wollen gemeinsam mit den europäischen und der US-amerikanischen Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung im Atomsreit mit dem Iran arbeiten. Bei ihrem Antrittsbesuch in Russland trat Merkel nach Angaben des Bundespresseamtes auch für nichtstaatliche Organisationen in Russland ein. Gegen eine deren Engagement regelndes neues Gesetz hatte es in der russischen Gesellschaft viele Einwände gegeben.

urgewaldSassenberg (epo). - Als lediglich "symbolische Politik" wertet die deutsche Umwelt- und Menschenrechtsorganisation "urgewald" den Schritt von Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz, alle Kredite im Tschad einzufrieren. Wolfowitz hatte am Freitag angekündigt, alle laufenden Kredite für den Tschad zu suspendieren, nachdem Tschads Präsident Deby hatte ein Ölgesetz abgeschafft hatte, das die Verwendung von Öleinnahmen aus einer Weltbank-finanzierten Pipeline zur Armutsbekämpfung vorschrieb.

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