nefoLeipzig. - Die durch menschliche Aktivitäten verursachte Verschlechterung der Ökosysteme, unter anderem des Bodens, untergräbt das Wohlergehen von zwei Fünfteln der Menschheit, treibt das Artensterben voran und verstärkt den Klimawandel. Das stellt der neue Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES zu Landdegradierung und -wiederherstellung fest. Laut der weltweit ersten umfassenden evidenzbasierten Bewertung der Landdegradierung trägt diese auch wesentlich zu unfreiwilliger Migration und verstärkten Konflikten bei. Das hat das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo) in Leipzig mitgeteilt.

aktion hungerBerlin. - Noch immer haben 844 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu trinkbarem Wasser. Und 2,3 Milliarden verfügten 2015 nicht einmal über einfachste sanitäre Einrichtungen. Vor allem Kinderleben sind dadurch gefährdet: Alle zwei Minuten stirbt ein Säugling an den Folgen von fehlender Hygiene und schmutzigem Wasser. Darauf hat die humanitäre und entwicklungspolitische Organisation Aktion gegen den Hunger anlässlich des Weltwassertages am 22. März hingewiesen.

tdh Osnabrück. - Verunreinigtes Wasser ist eine der Hauptursachen für den Tod von Kindern: Jeden Tag sterben über 1.500 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, die durch den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen verhindert werden könnten. Keine andere Altersgruppe ist anfälliger. Darauf hat das Kinderhilfswerk terre des hommes anlässlich des Weltwassertages am 22. März hingewiesen.

aerzte ohne grenzenBerlin. - Zwei Jahre nach dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgehandelten EU-Türkei-Deal herrschen in den überfüllten EU-Hotspots für Asylsuchende auf den griechischen Inseln sehr schlechte Lebensbedingungen und Gewalt. Trotzdem steigt die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge, allein in den ersten beiden Märzwochen kamen 589 Menschen neu auf den Inseln an. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sieht den EU-Türkei-Deal aus humanitärer Perspektive deshalb als gescheitert an.

Nürnberg. - Fünf Jahre lang haben drei von Jesuiten getragene Institutionen zum Thema Steuergerechtigkeit und Armut in Deutschland, Kenia und Sambia geforscht. Am Montag haben sie die Ergebnisse des Forschungsprojekts "Steuergerechtigkeit und Armut" veröffentlicht. Demnach gibt es überraschende Parallelen in den drei sehr verschiedenen Ländern. Das deutsch-afrikanische Forschungsprojekt betont insbesondere die Zusammenhänge von unerlaubten und illegalen Finanzströmen und wachsender Armut. 

venro 200Berlin. - In Buenos Aires findet am Montag und Dienstag das Treffen der Finanzminister der G20 statt. VENRO, der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe, erwartet vom neuen Bundesfinanzminister Olaf Scholz, dass er sich politisch für mehr Steuergerechtigkeit weltweit einsetzt. Die neue Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag verpflichtet, Steuerflucht und Steuervermeidung zu bekämpfen. Beides schwächt die Volkswirtschaften des globalen Südens und insbesondere die Länder Afrikas immens.

unesco deBonn. - 3,6 Milliarden Menschen und damit fast die Hälfte der Weltbevölkerung leben in Gebieten, die mindestens einen Monat pro Jahr von Wassermangel bedroht sind. 2050 werden es Prognosen zufolge bis zu 5,7 Milliarden sein. Der UN-Weltwasserbericht 2018 zeigt: "Naturbasierte Lösungen" wie Wiederaufforstung, Nutzung von Feuchtgebieten und gezielte Grundwasseranreicherung können eine wichtige Rolle bei der Verbesserung von Wasserversorgung und -qualität spielen. Diese Ansätze wurden bisher weitestgehend ignoriert, so die Autoren. UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay stellte den Weltwasserbericht am 19. März beim 8. Weltwasserforum in Brasilien vor.

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