GTOBerlin (epo). - Sie verschanzen sich hinter Felsen oder Abfalleimern, und verrichten mit heruntergelassenen Hosen mitten auf dem Potsdamer Platz im Herzen Berlins ihre Notdurft. 35 lebensgroße Figuren weisen noch bis zum 12. März in einer außergewöhnlichen Ausstellung auf ein handfestes entwicklungspolitisches Problem hin, das gemeinhin selten thematisiert wird: Wo verrichte ich mein Geschäft? Die German Toilet Organization (GTO), 2005 gegründet, will jetzt mit der Tabusierung des Themas Toilette Schluss machen. Denn nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben 42 Prozent der Weltbevölkerung noch immer ohne grundlegende sanitäre Einrichtungen. Und nur wenige Monate vor der Fußball-WM sind laut GTO auch in Deutschland öffentliche sanitäre Anlagen häufig mangelhaft.

Windkraftanlage in D?nemark. Foto: WikipediaFrankfurt a.M./Berlin (epo). - Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat im ersten Jahr der Sonderfazilität für Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz ein Drittel der vorgesehenen Mittel zusagen können. Wegen der großen Nachfrage aus den Partnerländern seien 2005 Finanzierungszusagen in Höhe von 170 Mio. Euro erteilt worden, teilte die KfW in Frankfurt mit. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagte, Deutschland leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der von der internationalen Gemeinschaft vereinbarten Millenniums-Entwicklungsziele.

GT?Kaiserslautern (epo). - Anläßlich der internationalen Tagung der Gesellschaft für Tropenökologie an der Technischen Universität Kaiserslautern (21. bis 24.02.2006) haben führende Tropenbiologen in einer Resolution ein umfassendes Monitoring von Wildvögeln gefordert. Dieses Monitoring könne die Funktion eines Frühwarnsystems erfüllen und solle unbedingt Zugvögel in Deutschland, Europa, Asien und Afrika einbeziehen, da wichtige Vogelzugstrecken Asien, Afrika und Europa verbinden.

CMSBonn (epo). - Der Exekutivsekretär der Konvention zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) hält es für verfehlt, die Zugvögel für die Vogelgrippe verantwortlich zu machen. Dies fördere keine dauerhafte Lösungen zur Bewältigung der Krise, sagte Robert Hepworth am Freitag in Bonn. "Stattdessen sollte die internationale Gemeinschaft sich auf die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Ursachen dieser Verbreitung konzentrieren: die drastische Reduzierung der Lebensräume für Wildtiere und nicht nachhaltige Landwirtschaft, die zu einer ungesunden Nähe von Zugvögeln und Haustieren geführt haben."

KSIBerlin (epo). - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat einen neuen, internationalen Klimaschutz-Index veröffentlicht. Der Index vergleicht die Klimaschutz-Leistungen von 53 Industrie- und Schwellenländern, die zusammen für 90 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind. Deutschland belegt in der Rangliste Platz 5, die USA sind Vorletzter, nur Saudi-Arabien schneidet noch schlechter ab. Auf den ersten drei Plätzen landeten Island, Lettland und Großbritannien.

HurrikanHamburg (epo). - In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts könnten die Kosten für  Wetterextreme aufgrund des weltweiten Klimawandels in Deutschland explodieren. Jeder Bürger, so eine Schätzung von Greenpeace, müsste dann jährlich bis zu 1.500 Euro zusätzlich für die Folgen des Klimawandels zahlen. Greenpeace stützt sich bei dieser Hochrechnung auf Zahlen des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen" (WBGU), der bei einer um zwei Grad Celsius höheren globalen Temperatur Belastungen der Volkswirtschaft von drei bis fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) annimmt.

Viktoriasee. Foto: NASARadolfzell/Wien (epo). - Die Umweltverbände Global Nature Fund (GNF) und Global 2000 warnen vor einer neuen Gefahr für Natur und Menschen am Viktoriasee: Der Wasserspiegel an Afrikas größtem See sinkt aufgrund von Klimaveränderungen, wegen des Baus von Staudämmen und weitflächigen Abholzungen kontinuierlich. Betroffen hiervon sind nach Angaben der Umweltorganisationen rund 30 Millionen Menschen, die an dem 68.000 Quadratkilometer großen Süßwassersee leben.

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