Afrika

GfbVGöttingen (epo.de). - Mehr als 200 Angehörige der Oromo-Bevölkerungsgruppe sind nach Informationen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nach ihrer Festnahme am 22. August im Westen Äthiopiens verschwunden. "Wir sind sehr in Sorge, weil den Familienangehörigen jede Information über das Schicksal der Festgenommenen verweigert wird und bislang auch keine Anklage gegen sie erhoben wurde", erklärte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.
DarfurGöttingen (epo.de). - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen soll notfalls auch gegen den Willen der sudanesischen Regierung UN-Blauhelme zum Schutz der Zivilbevölkerung in Darfur stationieren. Das hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag in dringenden Schreiben an die Mitglieder des Sicherheitsrates gefordert. Der Weltsicherheitsrat berät am Montag über den Einsatz von UN-Friedenstruppen in der westsudanesischen Provinz. Die sudanesische Regierung lehnt der Einsatz von UN-Friedenstruppen in Darfur bislang kategorisch ab.
Wahlkampf im Kongo. Foto: MONUCKinshasa/New York (epo.de). - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist besorgt über die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des amtierenden Präsidenten Joseph Kabila und seines Herausforderers Jean-Pierre Bemba in der kongolesischen Haupstadt Kinshasa. Der Rat forderte die Konfliktparteien zur Zurückhaltung und zur Einhaltung der zuvor vereinbarten Waffenruhe auf. Nach der Verkündigung des vorläufigen Wahlergebnisses der Präsidentenwahl vom 30. Juli hatte es drei Tage lang Feuergefechte zwischen den rivalisierenden Gruppen gegeben.
DiakonieStuttgart (epo.de). - "Brot für die Welt" und die Diakonie Katastrophenhilfe sind besorgt über die Sicherheitslage für Hilfsorganisationen im Sudan. Angesichts wiederkehrender Angriffe durch Milizen in Darfur habe sich die Sicherheitslage für humanitäre Helfer extrem verschärft, erklärt die Direktorin der beiden kirchlichen Hilfswerke, Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Mittwoch in Stuttgart.
Joseph KabilaKinshasa/Berlin (epo.de). - Bei den Präsidentschaftswahlen in der Demokratischen Republik Kongo muss eine Stichwahl am 29. Oktober entscheiden. Wie die nationale Wahlkommission am frühen Montag morgen bekannt gab, kam Amtsinhaber Joseph Kabila auf 44,81 Prozent der Stimmen und verfehlte damit die absolute Mehrheit. Sein Gegner in der Stichwahl ist der amtierende Vizepräsident und frühere Rebellenchef Jean-Pierre Bemba, der 20,03 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte. Noch vor der offiziellen Bekanntgabe des Ergebnisses hatte es Schießereien zwischen der Leibgarde von Kabila und dem Sicherheitsdienst Bembas in der Hauptstadt Kinshasa gegeben. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden, berichtete die im Kongo stationierte EU-Truppe (EUFOR).
KongoKinshasa/Berlin (epo.de). - Die Wahlkommission in der Demokratischen Republik Kongo hat erste Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom 30. Juli bekannt gegeben. In der ostkongolesischen Stadt Goma konnte Präsident Joseph Kabila demnach 87 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Auch in der Stadt Beni habe Kabila die Wahl gewonnen, erklärte Marie Shemaesi von der Wahlkommission. Landesweit liegt Kabila Medienberichten zufolge mit 68 Prozent vorne.
OxfamBerlin (epo.de). - Im vergangenen Monat ist die Zahl von Angriffen auf internationale Hilfsorganisationen in Darfur auf den höchsten Stand seit Beginn des Konflikts gestiegen. Allein im Juli seien acht Mitarbeiter getötet worden, erklärten vier internationale Hilfsorganisationen am Dienstag. In einer gemeinsamen Erklärung warnten die Organisationen - CARE, das International Rescue Committee, Oxfam International und World Vision - vor einer weiteren Eskalation der Lage.
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