Afrika

KongoKinshasa/Berlin (epo.de). - Die Wahlkommission in der Demokratischen Republik Kongo hat erste Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom 30. Juli bekannt gegeben. In der ostkongolesischen Stadt Goma konnte Präsident Joseph Kabila demnach 87 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Auch in der Stadt Beni habe Kabila die Wahl gewonnen, erklärte Marie Shemaesi von der Wahlkommission. Landesweit liegt Kabila Medienberichten zufolge mit 68 Prozent vorne.
OxfamBerlin (epo.de). - Im vergangenen Monat ist die Zahl von Angriffen auf internationale Hilfsorganisationen in Darfur auf den höchsten Stand seit Beginn des Konflikts gestiegen. Allein im Juli seien acht Mitarbeiter getötet worden, erklärten vier internationale Hilfsorganisationen am Dienstag. In einer gemeinsamen Erklärung warnten die Organisationen - CARE, das International Rescue Committee, Oxfam International und World Vision - vor einer weiteren Eskalation der Lage.
SteinmeierKinshasa/Berlin (epo.de). - Als einen "wichtigen Schritt in Richtung Demokratie" hat der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier den weitgehend friedlichen Verlauf der Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo begrüßt. "Die hohe Wahlbeteiligung zeigt, welch große Bedeutung die Menschen im Kongo dieser Wahl beimessen. Die Wahlen sind eine große Chance für das Land, einer stabilen und friedlichen Zukunft entgegenzugehen", sagte Steimeier am Montag in Berlin.
DR KongoKinshasa/Berlin (epo.de). - 33 Kandidaten bewerben sich bei den am Sonntag stattfindenden Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo um das Amt des Staatspräsidenten. Rund 9.000 Bewerber gibt es für die 500 Parlamentssitze. Mehr als 460 Millionen US-Dollar investiert die internationale Staatengemeinschaft in die ersten freien Wahlen seit Jahrzehnten. Der Wahlgang sei jedoch nicht mehr als ein symbolischer Akt - und eher im Interesse der westlichen Geldgeber als der kongolesischen Bevölkerung, sagt der profilierteste Politologe des zentralafrikanischen Landes, Georges Nzongola-Ntalaja.
Wahlplakate im Kongo. Foto: MONUCBunia/Bonn (epo.de). - Die Deutschte Welthungerhilfe sieht im bislang friedlich verlaufenen Wahlkampf im Ost-Kongo ein Hoffnungszeichen für eine stabilere Sicherheitslage nach den ersten freien Wahlen am Sonntag. "Die Bevölkerung zeigt eine Mischung aus Hoffnung und Zuversicht", sagte Rüdiger Sterz, seit 2002 Projektleiter der Deutschen Welthungerhilfe in Bunia. "Für viele ist es das erste Mal in ihrem Leben, dass sie wählen dürfen."
Wahlkampf im Kongo. Foto: MONUCKinshasa/Berlin (epo.de). - Die Führung der katholischen Kirche in der Demokratischen Republik Kongo hat zu einem Wahlboykott aufgerufen, falls Unregelmäßigkeiten und Betrugsversuche nicht abgestellt würden. Die Bischöfe erklärten Presseberichten zufolge, die Bedingungen für faire Wahlen seien nicht gegeben. Die Kirche könne die Gültigkeit der für den 30. Juli vorgesehenen ersten freien Wahlen seit rund 40 Jahren unter diesen Umständen nicht anerkennen. Mehr als die Hälfte der rund 60 Millionen Kongolesen sind katholisch.
UNICEF Bericht Kinder im KongoNew York/London (epo.de). - Rund 1.200 Menschen sterben täglich in gewaltsamen Konflikten in der Demokratischen Republik Kongo - und mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder. Darauf weist ein Bericht des UN-Kinderhilfswerkes UNICEF hin, der heute in New York veröffentlicht wurde. Der Kongo sei "einer der drei tödlichsten Orte in der Welt, in denen man geboren werden kann", heißt es in dem Bericht "Child Alert: Democratic Republic of Congo", der vom früheren BBC-Kriegsberichterstatter Martin Bell verfasst wurde. Im Kongo sterben demnach mehr Kinder im Alter unter fünf Jahren als in der Volksrepublik China mit dem 23fachen der Bevölkerung.
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