Afrika

DR KongoAachen (epo.de). - Der Vorsitzende der Bischöflichen Kommission für MISEREOR, Erzbischof Werner Thissen, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Aufbau von Frieden und Demokratie im Kongo auch nach dem Bundeswehreinsatz zur Sicherung der Wahlen zu unterstützen und den Friedensprozess zu stärken. "Wenn wirklich ein Wandel im bürgerkriegsgeplagten Land vollzogen werden soll, müssen wir den Aufbau der Zivilgesellschaft massiv unterstützen", sagte Thissen anlässlich der Sommertagung der Bischöflichen Kommission in Köln. "Das heißt, wir müssen eine elementare Aufklärung der Menschen über ihre Rechte und Möglichkeiten sicher stellen und dürfen sie nicht mit dem Wahlergebnis allein lassen."

UgandaKampala/London (epo.de). - Ugandas Staatschef Yoveri Museveni hat dem  Chef der nordugandischen Rebellenbewegung "Lord's Resistance Army" (LRA), Joseph Kony, eine Amnestie angeboten, falls die für nächste Woche vorgesehenen Friedensverhandlungen zum Erfolg führen. Das Versprechen gelte, obwohl Kony vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag als Kriegsverbrecher gesucht werde, berichtete der britische Sender BBC unter Berufung auf eine Erklärung des Präsidialbüros in der ugandischen Hauptstadt Kampala.

Prothesenherstellung in Sierra Leone. Foto: Handicap InternationalFreetown/München (epo). - Vier Jahre nach dem offiziellen Ende des Krieges ist Sierra Leone, das zweitärmste Land der Welt, aus den Schlagzeilen geraten. Der Wiederaufbau in dem westafrikanischen Land ist für die Vereinten Nationen "eines der zehn Themen, über die die Welt nicht genug erfährt". Sierra Leone hält den traurigen Weltrekord der höchsten Kindersterblichkeit. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei vierzig Jahren. Die medizinische Versorgung ist äußerst schlecht. Die internationale Presse berichtete zu Bürgerkriegszeiten vor allem darüber, dass so genannte Rebellen, unter ihnen viele Kindersoldaten, wahllos Männern, Frauen und Kindern die Hände und Arme abhackten. Die Münchener Hilfsorganisation Handicap International kümmert sich - auch ohne die Fernsehkameras - um die Opfer.

AUBanjul/Berlin (epo). - UN Generalsekretär Kofi Annan hat beim Gipfeltreffen der afrikanischen Staatschefs in Gambia weitere Schritte zur Gestaltung der Afikanischen Union angemahnt. Bei Entwicklung, Menschenrechten und regionaler Sicherheit seien zwar Fortschritte zu verzeichnen, es gebe aber noch "große Hürden zu überwinden", wenn ganz Afrika die Millenniums-Entwicklungsziele der  Vereinten Nationen erreiche wolle, sagte Annan am Samstag in der Haupstadt Banjul. Dennoch zeigten die Verbesserungen in vielen Bereichen, dass das weit verbreitete Bild Afrikas als "Kontinent der Armut" nicht zutreffe.

DarfurBerlin (epo). - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) befürchtet, dass die Menschen in der sudanesischen Konfliktregion Darfur verstärkt an Hunger und fehlenden Medikamenten leiden werden. Aufgrund der sich verschärfenden Gewalt unter den verschiedenen politischen Gruppierungen in der westsudanesischen Provinz mussten Hilfsorganisationen und UN-Organisationen ihre Arbeit bereits teilweise einstellen. Das DRK als neutrale Hilfsorganisation sei aber in der Lage, seine Projekte zugunsten der Flüchtlinge fortzusetzen, erklärte die DRK-Zentrale in Berlin.

DR KongoBunia/Berlin (epo). - Die Lungenpest im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich aus. Seit Ausbruch der Epidemie in der Provinz Ituri sind nach Angaben der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen rund 150 Krankheitsfälle registriert worden. Mehr als 20 Personen starben bereits an der leicht übertragbaren Erkrankung, von der mittlerweile eine Region mit rund 100.000 Einwohnern betroffen ist. Ärzte ohne Grenzen hat nach eigenen Angaben in Ituri zwei Isolierstationen für die Behandlung von Kranken eingerichtet. Um die Epidemie einzudämmen, sei jedoch die aktive Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation und des kongolesischen Gesundheitsministeriums nötig, erklärte die Hilfsorganisation.

DarfurStuttgart (epo). - Die Diakonie Katastrophenhilfe hat anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni zur Unterstützung der Vertriebenen in der westsudanesischen Krisenregion Darfur aufgerufen. "Das Friedensabkommen, das vor kurzem mit heißer Nadel gestrickt worden ist, hat die humanitäre Lage bislang nicht verbessert. Die Gewalt eskaliert, noch immer werden Menschen vertrieben", erklärte die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel. "In den vergangenen vier Wochen mussten allein in der Region Buram in Süd-Darfur 4.000 Familien aus ihren Dörfern fliehen. Sie haben in den ohnehin schon völlig überfüllten Lagern der Provinzhauptstadt Nyala Zuflucht gesucht."

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