Afrika

Kofi AnnanNew York (epo). - UN-Generalsekretär Kofi Annan will mit einem Besuch in Niger auf die nach wie vor bestehenden Nahrungsmittelengpässe in Westafrika aufmerksam machen. Die Reise solle die Solidarität der Vereinten Nationen mit den Menschen in Niger zeigen und die internationale Aufmerksamkeit auf die besonderen Herausforderungen richten, mit denen sich die Sahel-Länder konfrontiert sehen, sagte ein UN-Sprecher in New York.

Wappen EritreaAsmara (epo). - Rund 540 Tonnen Nahrungsmittel lagern seit Anfang Juli in der eritreischen Hafenstadt Massawa, während zwei Drittel der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind. Wie der Informationsdienst IRIN der Vereinten Nationen am Dienstag berichtete, hat die Regierung des ostafrikanischen Landes jetzt zugesagt, die Steuern für die eingeführten Hilfsgüter selbst zu übernehmen und die Nahrungsmittelhilfe freizugeben. Seit Mai dieses Jahres verlangen neue Gesetze von Hilfsorganisationen die Zahlung von Steuern, wenn sie Hilfsgüter importieren.

Von Thalif Deen (IPS)

IPSNew York (IPS/epo). - Die Afrikanische Union (AU), der mit 53 Mitgliedern größte regionale Staatenverband bei den Vereinten Nationen, hält an ihrer Forderung nach zwei ständigen Sitzen im UN-Sicherheitsrat und einem Vetorecht fest. Die Pläne, den Sicherheitsrat zu erweitern, ohne den 'Neuen' ein Vetorecht einzuräumen, sind somit zunächst gescheitert.

?thiopienAddis Abeba (epo). - Die äthiopische Wahlkommission hat die Regierungspartei EPRDF zur Siegerin der umstrittenen Parlamentswahl vom 15. Mai erklärt. Nach dem am Dienstag offiziell verkündeten Endergebnis gewann die EPRDF 296 von 547 Sitze und verfügt damit über die absolute Mehrheit im Parlament.

MauretanienIn Mauretanien hat ein "Mililtärrat für Gerechtigkeit und Demokratie" die Macht übernommen. Die Junta hat den Oberst Ely Ould Mohammed Vall zu seinem Vorsitzenden und neuen Regierungschef ernannt. Vall ist seit 1987 Polizeichef des westafrikanischen Landes. Der 55jährige galt als enger Vertrauter des gestürzten Taya. In einer Erklärung wurden 16 weitere Offiziere genannt, die in den kommenden zwei Jahren bis zu demokratischen Wahlen das Land regieren sollen. 

SudanKhartum (epo). - Die Zahl der Todesopfer bei den tagelangen Unruhen im Sudan ist nach Angaben von Hilfsorganisationen auf 130 gestiegen. Allein in der Hauptstadt Khartum seien 111 Menschen ums Leben gekommen, sagte der Einsatzleiter des Sudanesischen Roten Halbmonds, John Lobore. Auch in Juba und Malakal im Süden des Landes seien Menschen getötet worden. Anlass der Unruhen waren Gerüchte über einen möglichen Anschlag gegen den Vizepräsidenten und langjährigen Rebellenchef im Südsudan, John Garang.

John GarangNew York (epo). - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Bevölkerung im Sudan dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren. An die internationale Staatengemeinschaft erging der Apell, den Friedensprozess weiterhin aktiv zu unterstüzen. Im Sudan kam es am dritten Tag in Folge zu Unruhen, nachdem der Vizepräsident und ehemalige südsudanesische Rebellenführer John Garang am Samstag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. In der Nacht auf Mittwoch kamen nach Angaben der Vereinten Nationen rund 20 Menschen ums Leben. Trotz einer nächtlichen Ausgangssperre hätten bewaffnete Nordsudanesen Racheakte gegen Südsudanesen in der Hauptstadt Khartum verübt, berichteten die UN-Mission im Sudan.

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