Afrika

SudanKhartum (epo). - Die Zahl der Todesopfer bei den tagelangen Unruhen im Sudan ist nach Angaben von Hilfsorganisationen auf 130 gestiegen. Allein in der Hauptstadt Khartum seien 111 Menschen ums Leben gekommen, sagte der Einsatzleiter des Sudanesischen Roten Halbmonds, John Lobore. Auch in Juba und Malakal im Süden des Landes seien Menschen getötet worden. Anlass der Unruhen waren Gerüchte über einen möglichen Anschlag gegen den Vizepräsidenten und langjährigen Rebellenchef im Südsudan, John Garang.

John GarangNew York (epo). - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Bevölkerung im Sudan dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren. An die internationale Staatengemeinschaft erging der Apell, den Friedensprozess weiterhin aktiv zu unterstüzen. Im Sudan kam es am dritten Tag in Folge zu Unruhen, nachdem der Vizepräsident und ehemalige südsudanesische Rebellenführer John Garang am Samstag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. In der Nacht auf Mittwoch kamen nach Angaben der Vereinten Nationen rund 20 Menschen ums Leben. Trotz einer nächtlichen Ausgangssperre hätten bewaffnete Nordsudanesen Racheakte gegen Südsudanesen in der Hauptstadt Khartum verübt, berichteten die UN-Mission im Sudan.

MauretanienNouakschott (epo). - In Mauretanien haben Offiziere der Streitkräfte am Mittwoch strategische Positionen in der Hauptstadt Nouakschott besetzen lassen und erklärt, Präsident Maaoya Sid'Ahmed Taya sei gestürzt. Der arabische Sender Al Arabija berichtete von Schüssen in der Nähe des Präsidentenpalastes. Anderen Medienberichten zufolge wurde das Gebäude des staatlichen Rundfunks besetzt. Präsident Taya ist inzwischen von Saudi-Arabien kommend, wo er am Begräbnis von König Fahd teilnahm, in Niger gelandet.

John GarangBerlin (epo). - Nach dem Tod des sudanesischen Vizepräsidenten und ehemaligen Rebellenchefs John Garang hat die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul die Regierung des Sudan und die Rebellenbewegung SPLM dazu aufgerufen, an den Friedensvereinbarungen vom Januar 2005 festzuhalten. "Dazu gehört vor allem der Verzicht auf Gewalt und eine allmähliche Demokratisierung des Landes", sagte die Ministerin in Berlin.

Ethiopia livesFreiburg (epo). - Den Alltag in Afrika und afrikanische Sichtweisen zu aktuellen Themen soll ein Internet-Tagebuch schildern, das Caritas international mit 19 Personen in Äthiopien gestartet hat. Das Weblog soll laut Caritas den afrikanischen Alltag "jenseits der Klischees" darstellen, aber auch Politisches nicht aussparen. Die Fotografen kommentieren auf der Website ihre Bilder und erzählen mehr über ihr Leben in Äthiopien. Sie laden dazu ein, ihnen zu schreiben und sich über die Fotos und Kommentare mit ihnen auszutauschen.

WFPNew York (epo). - Die Vereinten Nationen haben der internationalen Staatengemeinschaft vorgeworfen, sie habe zu spät auf die sich lange abzeichnende Hungersnot im westafrikanischen Niger reagiert. In Niger sind nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) rund 2,5 Millionen Menschen akut von der Hungersnot bedroht. "Wir hätten dies verhindern können, haben es aber unterlassen", erklärte UN-Hilfskoordinator Jan Egeland in New York.

BMZBerlin (epo). - Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat gegenüber der UN-Sondergesandten für die Elfenbeinküste, Pierre Schori, die Fortsetzung des Friedensprozesses in dem westafrikanischen Land gefordert. "Der Friedensprozess in der Elfenbeinküste muss jetzt weiter voran getrieben werden, er ist für die ganze Region von großer Bedeutung", sagte die Ministerin in Berlin. "Keine der Konfliktparteien darf sich hier ihrer Verantwortung entziehen."

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