Afrika

ai orgBerlin. -  Im Zuge einer neuen Welle der Gewalt durch Anschläge und Selbstmordattentate der bewaffneten Gruppe Boko Haram in Kamerun und Nigeria sind seit Anfang April 2017 mindestens 381 Zivilpersonen getötet worden - mehr als doppelt so viele wie in den fünf Monaten zuvor. Von Amnesty International zusammengetragene Informationen belegen, dass der Anstieg der Todesopfer unter der Zivilbevölkerung in der Region Extrême-Nord in Kamerun und in den nigerianischen Bundesstaaten Borno und Adamawa vor allem auf den verstärkten Einsatz von Selbstmordattentaten durch Boko Haram zurückzuführen ist.

misereorAachen. - Vor einer weiteren Verschärfung der Hunger- und Flüchtlingskrise im Südsudan hat Bischof Eduardo Hiiboro Kussala in Aachen beim Besuch der drei katholischen Hilfswerke missio, MISEREOR und Kindermissionswerk "Die Sternsinger" gewarnt. Der Vorsitzende der gemeinsamen Bischofskonferenz von Sudan und Südsudan berichtete, dass Teile seiner Heimat von der Versorgung über Land abgeschnitten und die Landwirtschaft zum Erliegen gekommen seien. 

gfbv 200Göttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Mittwoch davor gewarnt, die radikal-islamistische Gruppe Boko Haram in Nigeria zu unterschätzen und vorschnell ihre Zerschlagung zu verkünden.

gfbvGöttingen. - Vor den Wahlen in Kenia am 8. August hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf hingewiesen, dass die neue Regierung dringend Maßnahmen zur Verhinderung einer Gewalteskalation zwischen Nomaden und Bauern sowie Naturschützern ergreifen muss. "Es muss schnellstens eine friedliche Lösung für die Auseinandersetzungen um Land und die Nutzung von Weideflächen geben", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius in Göttingen. 

ruanda globus 110Berlin. - Bei der ruandischen Präsidentschaftswahl am 4. August 2017 gilt ein erneuter Wahlsieg des Staatschefs Paul Kagame und seiner Partei, der Ruandischen Patriotischen Front (RPF), als sicher. Er gewann bereits die Wahlen 2003 und 2010 mit deutlich über 90 % der Stimmen. Das berichtete das Ökumenisches Netz Zentralafrika am Donnerstag.

rog logo neuBerlin. - In Ghana sind Informationen zur Besitzstruktur von Medien nur eingeschränkt zugänglich und oft unvollständig. Zudem bedrohen Interessenkonflikte zwischen Medienbesitzern und Politikern sowie fehlende Schutzmechanismen gegen Medienkonzentration die Pressefreiheit im Land. Das zeigen die Ergebnisse dreimonatiger Recherchen im Rahmen des weltweiten Projekts Media Ownership Monitor (MOM), die Reporter ohne Grenzen und die Media Foundation for West Africa (MFWA) in Accra vorgestellt haben. 

hoffnungszeichenKonstanz. - Am 9. Juli feiert der Südsudan sein sechsjähriges Bestehen. "Massive Menschenrechtsverletzungen, eine sich zuspitzende Hungerkrise und die Behinderung von Menschenrechtsorganisationen zeigen: Das jüngste Land der Welt ist auf dem Weg zum Failed State", erklärte die Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen am Freitag. Als UN-Berater fordert die Konstanzer NGO die internationale Gemeinschaft anlässlich des G20-Gipfels dazu auf, die Menschen im Südsudan stärker zu unterstützen.

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