Lateinamerika

Manuel ZelayaTegucigalpa/Berlin (epo.de). - Die honduranische Übergangsregierung will die Einschränkung grundlegender Bürgerrechte nach heftiger internationaler Kritik wieder aufheben. Übergangspräsident Roberto Micheletti kündigte am Montag an, die Notverordnung bis zum Ende der Woche wieder außer Kraft zu setzen. Die Regierung hatte die Sicherheitskräfte am Sonntag ermächtigt, nicht genehmigte öffentliche Versammlungen aufzulösen, Personen ohne Haftbefehl festzunehmen und die Berichterstattung in den Medien einzuschränken.
Manuel ZelayaTegucigalpa/Berlin (epo.de). - Nach der heimlichen Rückkehr des gestürzten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya in die Hauptstadt Tegucigalpa hat die Europäische Union die Konfliktparteien zu einer friedlichen Lösung der politischen Krise aufgerufen. US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, die Rückkehr sei eine Chance zur Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung.
chavez_200Caracas/Berlin (epo.de). - Venezuelas Präsident Hugo Chávez will wegen der geplanten Aufstockung der US-Streitkräfte in Kolumbien die diplomatischen Beziehungen zu dem Nachbarland abbrechen. Chávez sieht in der Militärpräsenz der USA in Kolumbien eine ernsthafte Bedrohung für die Region. Die kolumbianische Regierung lebe vom Kokain-Handel, sagte Chávez, und die verstärkte Präsenz von US-Militärs sei "eine Kriegserklärung an die Bolivarische Revolution". Die USA könnten die Stützpunkte in Kolumbien als Ausgangsbasis für Operationen gegen linke Regierungen in Lateinamerika nutzen.
Frank Mora. Foto: US-VerteidigungsministeriumCaracas/Bogota (epo.de). - US-Militärs haben ein geplantes Abkommen mit Kolumbien verteidigt, das in den nächsten zehn Jahren die Nutzung von sieben Militärbasen durch die US-Streitkräfte erlauben soll. Das Abkommen, das Ende des Monats vertraglich besiegelt werden soll, war vor allem von Venezuela, Ecuador, Bolivien und Brasilien heftig kritisiert worden.
HondurasTegucigalpa/Berlin (epo.de). - Polizei und Militär in Honduras gehen nach Darstellung einer internationalen Beobachter-Delegation zunehmen brutal gegen Demonstranten vor. "Vor allem die sich häufenden Morde an Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Protestaktivitäten sind alarmierend", erklärte am Mittwoch Harald Neuber, Teilnehmer einer Delegation von Vertretern sozialer Bewegungen aus Europa und Lateinamerika. Die Position der Friedrich-Naumann-Stiftung zum Putsch in Honduras erfährt in Deutschland unterdessen heftige Kritik.
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