Lateinamerika

MST LogoBerlin (epo.de). - Zwölf Jahre nach einem Massaker an Landlosen in Brasilien, bei dem 19 Landarbeiter von Militärpolizisten getötet wurden, soll einer der politisch Verantwortlichen auf einer Tagung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Berlin als Gastredner sprechen. Deutsche Nichtregierungs-Organisationen protestierten anlässlich des "Tages der Landlosen" am 17. April "auf das Schärfste" gegen gegen die Einladung des ehemaligen Staatssekretärs Paulo Sette Câmara als Gast der Stiftung.
cimi logoBrasilia/Göttingen (epo.de). - Die Situation der rund 235 indianischen Völker Brasiliens ist verzweifelt: Landverlust, Gewalt, sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse, Drohungen und Mord prägten nach einer Bilanz des Indianer-Missionsrates der Brasilianischen Bischofskonferenz (CIMI) auch 2007 ihren Alltag. "Wer öffentlich seine Stimme zum Beispiel gegen illegalen Holzeinschlag erhebt, riskiert sein Leben", sagte Yvonne Bangert, Referentin der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen. "So erhielt der Sprecher der Surui-Indianer aus dem Bundesstaat Rondônia, Almir Surui, der im Februar bei unserer Menschenrechtsorganisation in Göttingen zu Gast war, nach der Rückkehr aus Deutschland Morddrohungen." 
BMZBerlin (epo.de). - Der drohende Klimawandel, seine Folgen und die Frage, welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden müssen, sind die zentralen Anliegen einer Reise der deutschen Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) nach Peru. Die Ministerin will in den kommenden drei Tagen neben politischen Gesprächen und Treffen mit Nicht-Regierungsorganisationen sowie deutschen Durchführungsorganisationen vor allem Umwelt-Projekte und  Projekte zur Armutsbekämpfung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit besuchen.
s?dwind institutSiegburg (epo.de). - Falls die internationale Gemeinschaft die Bemühungen um Deeskalation nicht unterstützt, besteht in Südamerika die reale Gefahr eines offenen, regionalen Militärkonfliktes. Dies hätte unabsehbare Folgen für die Bevölkerung mehrerer Länder, warnte das SÜDWIND-Institut als Koordinationsstelle des Netzwerkes für die Entschuldung Ecuadors am Mittwoch in Siegburg. Das Netzwerk rief die deutsche Bundesregierung dazu auf, die Friedensbemühungen wichtiger lateinamerikanischer Regierungen zu unterstützen und sich gegen jegliche militärische Einmischung der USA auszusprechen.

Düsseldorf (epo.de). - Über die Internet-Plattform "Facebook" haben sich mehr als 230.000 kolumbianische Staatsangehörige in 146 Städten weltweit zu einer Demonstration gegen die kolumbianische "Terrororganisation" Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) verabredet. Die von kolumbianischen Bürgern am 4. Januar gegründete Facebook-Gruppe "1.000.000 Stimmen gegen die FARC" hat eine beispiellose internationale Bewegung in Gang gesetzt.

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