Lateinamerika

Silvia Marcelia Tibi Aguinda. Foto: Klimab?ndnisFrankfurt a.M. (epo). - Aus Anlass des Internationalen Tages der indigenen Völker am 9. August hat das Klima-Bündnis europäischer Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder die Lage im Amazonasgebiet Ecuadors aufgegriffen. Viele indigene Völker des südamerikanischen Landes sind durch die Erdölförderung in ihrem Überleben bedroht. Silke Lunnebach, Ethnologin beim Klima-Bündnis, sprach mit Silvia Marcelia Tibi Aguinda in der Provinz Pastaza im Amazonasgebiet von Ecuador. Seitens ihres Vaters gehört sie dem Volk der Shuar an, von Seiten der Mutter dem Volk der Kichwa. Silvia ist 28 Jahre alt, verheiratet und hat drei Töchter. Bis 2003 war sie Präsidentin der ecuadorianischen Indigenenorganisation FENAKIPA (Federaci?n de la Nacionalidad Kichwa del Pastaza).

Von Alejandro Sciscioli (IPS)

IPSAsunción (IPS/epo). - In Paraguay befürchten politische Beobachter und Aktivisten, die USA wollten in dem kleinen lateinamerikanischen Land auf Dauer einen militärstrategischen Brückenkopf etablieren. Die Regierung in Asunción bestreitet derartige Absichten. Das Parlament hat jedoch erst vor einigen Wochen beschlossen, die Aufenthaltserlaubnis für hier vorübergehend stationierte US-Truppen auf 18 Monate auszudehnen. Bislang war sie auf ein halbes Jahr begrenzt.

Hugo Ch?vezLima (epo). - Venezuelas Staatspräsident Hugo Chavez hat den Andenstaaten eine gemeinsame Energiepolitik vorgeschlagen, mit deren Hilfe die Armut besser bekämpft werden soll. Die Staaten Lateinamerikas befänden sich nach wie vor in kolonialer Abhängigkeit unter der "Dominanz des Nordens", sagte Chavez in Lima auf einer Konferenz des Andenrates, dessen Vorsitz er für ein Jahr übernahm. Ein Gemeinschaftsunternehmen ("Petroandina") könne die Verwaltung der Energieressourcen der Andenländer Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela übernehmen und die Bekämpfung der Armut vorantreiben.

Von Marcela Valente (IPS)

IPSBuenos Aires (IPS/epo). - Nach dem verheerenden Zusammenbruch der Wirtschaft Ende 2001 stehen in Argentinien die Zeichen auf Wachstum. So ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im letzten Jahr um stolze neun Prozent gestiegen. Doch auch die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Wie das nationale Statistikamt INDEC ermittelt hat, war das Einkommen der reichsten Argentinier in der ersten Hälfte 2004 um 26,3 Prozent höher als das der ärmsten Bevölkerungsgruppe, im zweiten Halbjahr um 28,2 Prozent.

Don BoscoBonn (epo). - Nach der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen haben auch die Salesianer Don Boscos die Eskalation der Gewalt im ärmsten lateinamerikanischen Land Haiti beklagt. Zwei Wochen nach Verlängerung des UN-Mandats und der Aufstockung der Blauhelm-Soldaten um 1.000 auf 7.400 habe die Zahl der Morde, Überfälle und Entführungen dramatisch zugenommen. Die Situation in Haiti werde immer bedrohlicher, erklärte der katholische Orden in Bonn.

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