Lateinamerika

Chat der WeltenDüsseldorf (epo). - Geschichte und Kultur der indianischen Völker und ihr gegenwärtiges Alltagsleben stehen im Mittelpunkt des neuen Lehrbuches "Indigene Völker in Lateinamerika", das jetzt im Rahmen des Internetprojekts "Ch@t der Welten" erschienen ist. Das Lehrbuch bietet einen Einblick in die Vielfalt der Kulturen, Sprachen, Weltanschauungen, Lebenssituationen und Rechte indigener Völker in Lateinamerika.

Strassenkinder in Haiti. Foto: SalesianerPort-au-Prince (epo). - Die für den 8. Januar 2006 geplanten Wahlen in Haiti sind erneut auf einen späteren Zeitpunkt verlegt worden. Dies teilte der Vorsitzende des Wahlrates CEP am Wochenende in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince mit. Als Grund für die bisher fünfte Verschiebung wurde angegeben, dass die meisten Wahlzettel und Ausweise noch nicht bei den Wahlberechtigten angekommen seien.

Thilo HoppeBerlin (epo). - Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ), Thilo Hoppe (Bündnis 90/Die Grünen), hat vor einer Stigmatisierung des gewählten bolivianischen Präsidenten Evo Morales als "Linkspopulist" oder "Kokabauer" gewarnt. "Die internationale Staatengemeinschaft sollte das bolivianische Wählervotum respektieren", sagte Hoppe am Dienstag in Berlin. Der Aymara-Indianer dürfe nicht als Exot behandelt werden, der das Land ins Chaos führen werde.

Rio Sao FranciscoBrasilia/Aachen (epo). - Der brasilianische Bischof Cappio der Diözese Barra im Nordosten Brasiliens hat seinen Hungerstreik beendet. Die brasilianische Regierung unter Luiz Inácio Lula da Silva habe im Streit um die Verlegung des Flusses São Francisco eingelenkt und Kompromissbereitschaft signalisiert, berichtete die katholische Hilfsorganisation MISEREOR. Elf Tage lang hatte der Bischof jede Nahrung verweigert, um auf die katastrophalen Folgen der Verlegung des Flusses für die Menschen im Nordosten des Landes aufmerksam zu machen.

Silvia Marcelia Tibi Aguinda. Foto: Klimab?ndnisFrankfurt a.M. (epo). - Aus Anlass des Internationalen Tages der indigenen Völker am 9. August hat das Klima-Bündnis europäischer Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder die Lage im Amazonasgebiet Ecuadors aufgegriffen. Viele indigene Völker des südamerikanischen Landes sind durch die Erdölförderung in ihrem Überleben bedroht. Silke Lunnebach, Ethnologin beim Klima-Bündnis, sprach mit Silvia Marcelia Tibi Aguinda in der Provinz Pastaza im Amazonasgebiet von Ecuador. Seitens ihres Vaters gehört sie dem Volk der Shuar an, von Seiten der Mutter dem Volk der Kichwa. Silvia ist 28 Jahre alt, verheiratet und hat drei Töchter. Bis 2003 war sie Präsidentin der ecuadorianischen Indigenenorganisation FENAKIPA (Federaci?n de la Nacionalidad Kichwa del Pastaza).

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok