Nahost

Crude DesignsLondon/New York (epo). - Die Kontrolle über den Ölreichtum des Irak soll in die Hände multinationaler Konzerne gelegt werden. Dies solle durch langfristige Verträge abgesichert werden, die den Irak Hunderte von Milliarden Dollar kosten würden, berichten mehrere US-amerikanische und britische Organisationen in einem am Dienstag in London vorgestellten Report mit dem Titel "Crude Designs: Der Ausverkauf des irakischen Ölreichtums". Der Bericht wurde von den britischen Organisationen PLATFORM, New Economics Foundation und War on Want sowie dem Global Policy Forum, dem Institute for Policy Studies und Oil Change International in den USA herausgegeben. Darin heißt es, die aktuelle irakische Ölpolitik sehe vor, die Ausbeutung von mindestens 64 Prozent der irakischen Reserven in die Hände privater Konzerne zu legen. Der Irak verfügt über die weltweit drittgrößten Ölvorkommen.

GfbVKairo/Göttingen (epo). - Anlässlich der Parlamentswahlen in Ägypten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen vor einer weiteren Marginalisierung der Kopten in Politik und Gesellschaft Ägyptens gewarnt. "Angesichts eines wachsenden politischen Einflusses der Muslim-Bruderschaft und jüngster Zusammenstöße zwischen Muslimen und Kopten fürchten viele Christen eine neue Welle der Gewalt gegen Kopten", warnte GfbV-Referent Ulrich Delius.

DRKBerlin (epo). - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will gemeinsam mit dem Palästinensischen Roten Halbmond bis Ende 2005 zwei Gemeinschaftszentren in den palästinensischen Städten Tubas und Jericho errichten. Knapp 100.000 Einwohner der palästinensischen Gebiete sollen so Zugang zu medizinischer und sozialer Versorgung erhalten, teilte das DRK am Freitag mit.

Gazastreifen. Karte: CIA World FactbookJerusalem (epo). - Israel hat nach 38 Jahren mit dem offiziellen Rückzug aus dem Gazastreifen und aus vier Siedlungen im Westjordanland begonnen. Einreise und Aufenthalt in dem Gebiet sind für israelische Zivilisten seit Mitternacht verboten. Die Bewohner von 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen müssen ihre Häuser binnen 48 Stunden räumen. Die Räumungsbefehle wurden von Armee- und Polizeikräften zugestellt. Der deutsche Außenminister Joschka Fischer begrüßte die israelische Entscheidung als "mutigen historischen Schritt".

Von Ushani Agalawatta (IPS)

IPSNablus (IPS/epo). - Die seit fast fünf Jahren andauernde zweite Intifada und die israelische Besatzung haben in Westjordanland nicht nur Trümmer hinterlassen. Sie zerstören auch die Hoffnung vor allem junger Palästinenser auf Frieden und auf eine selbst bestimmte Zukunft.

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