Nahost

Gaza-BerichtGenf (epo.de). – Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) weist in einem neuen Bericht auf die verzweifelte Lage von eineinhalb Millionen Menschen im Gaza-Streifen hin. Sechs Monate nach der israelischen Militäroperation in Gaza könnten die Bewohner des Gebiets immer noch kein neues Leben aufbauen. Sie seien "in Verzweiflung gefangen", erklärte das IKRK am Montag in Genf. Die Bevölkerung habe immer mehr Mühe zu überleben, Schwerkranke würden nicht versorgt. Tausende seien nach der Zerstörung ihrer Häuser ohne angemessene Unterkunft.
Press TV Screenshot
Teheran/Berlin (epo.de). - Bei den Unruhen nach der Präsidentschaftswahl im Iran sind am Wochenende nach Polizeiangaben 457 Menschen in Teheran verhaftet worden. 13 Menschen seien am Samstag getötet und zahlreiche Personen verletzt worden, meldete die Website des iranischen Senders Press TV am Montag unter Berufung auf die iranische Polizeiführung. Der Wächterrat räumte inzwischen ein, dass es Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen gegeben habe.
Twitter BlogBerlin (epo.de). - Während ARD, ZDF und andere Fernsehsender ihre Zuschauer in Sondersendungen mit Liveschaltungen in die Hotelzimmer ihrer Korrespondenten in Teheran langweilen, da die "Korrespondenten faktisch nicht mehr arbeiten dürfen", geht in den sozialen Medien die Post ab. Wer bei Twitter das Stichwort ("Hashtag") #iranelection eingibt, erhält hunderte Updates pro Minute mit kurzen Hinweisen, welche Blogger im Iran noch online sind, welche Websites überwacht werden oder wo auf YouTube neue Videos zu den Protesten aufgetaucht sind.
Mir Hossein Mussawi. Foto. Wikimedia CommonsTeheran/Berllin (epo.de). - Bei Massenprotesten gegen mutmaßliche Wahlfälschungen im Iran sind nach Angaben des staatlichen Rundfunks vom Dienstag sieben Menschen getötet worden. Der Staatssekretär im deutschen Auswärtigen Amt, Gernot Erler (SPD), sprach im Deutschlandfunk von Anzeichen für massive Unregelmäßigkeiten bei den Präsidentschaftswahlen. Die Anhänger des nach offizieller Darstellung unterlegenen Kandidaten Mir Hossein Mussawi (Foto) kündigten neue Proteste an.
Mahmud AhmadinedschadTeheran/Berlin (epo.de). - Irans amtierender Präsident Mahmud Ahamadinedschad ist mit großer Mehrheit wiedergewählt worden. Nach Angaben der Wahlkommission des Innenministeriums in Teheran erreichte er 65 Prozent der Stimmen. Sein wichtigster Herausforderer aus dem "gemäßigten" Lager, Mir Hossein Mussawi, kam nur auf rund 32 Prozent. Zwei andere Mitbewerber kamen auf zusammen drei Prozent.
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