Wasser

BfdWStuttgart (epo.de). - "Brot für die Welt" hofft auf Fortschritte bei der Umsetzung des Menschrechts auf Wasser. Voraussichtlich nach Ostern wird der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) über eine Resolution zum Zugang zu sicherem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung abstimmen. "Die Chancen stehen gut, dass die Resolution angenommen wird", erklärte Danuta Sacher, Abteilungsleiterin für Politik und Kampagnen bei "Brot für die Welt". Eine Verabschiedung des Beschlusses erhöhe den Druck auf die Staaten, diese Grundversorgung zu gewährleisten.
sodiBerlin (epo.de). - Der Weltwassertag am 22. März erinnert daran, dass noch immer 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. 2008 steht der Tag des Wassers im Zeichen des von der UN deklarierten "Jahres der sanitären Grundversorgung". Die Weltorganisation macht damit darauf aufmerksam, dass mehr als 2,5 Milliarden Menschen weltweit ohne akzeptable sanitäre Versorgung sind. Täglich sterben 6.000 Menschen, die meisten davon sind Kinder, an Krankheiten, die durch schlechte Wasserqualität und das Fehlen angemessener sanitärer Einrichtungen bedingt sind.
UN Jahr SanitationBerlin (epo.de). - Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen einer Krankheit, die durch mangelhafte Hygiene, verschmutztes Wasser oder mit Fäkalkeimen verunreinigte Nahrung verursacht wird. Damit tötet Hygienemangel weltweit mehr Kinder als HIV/AIDS. Darauf hat die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Karin Kortmann, anlässlich des Weltwassertages am 22. März und des Internationalen Jahres der Sanitärversorgung 2008 hingewiesen.
Ilisu StaudammBerlin (epo.de). - Anlässlich des internationalen Aktionstages gegen Dämme, für Flüsse, Wasser und Leben am 14. März haben Nichtregierungsorganisationen und Initiativen weltweit den Stopp des türkischen Ilisu-Staudamms gefordert. In Deutschland sind Bundesregierung, Deka-Bank und die Baufirma Züblin Zielscheibe des Protestes. 68 Organisationen aus dem In- und Ausland fordern ihren Rückzug von dem Projekt. In Berlin findet eine Mahnwache vor dem Kanzleramt statt, in Frankfurt Proteste vor der Dekabank-Zentrale, in Stuttgart vor dem Sitz Züblins und in Hannover und Karlsruhe vor Sparkassen, die im Verwaltungsrat der DekaBank sitzen. Weitere Aktionen finden in Frankreich und Italien statt.
Andheri HilfeBonn (epo.de). - Die Regierung im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh plant den Polavaram-Staudamm am Fluss Godavari. Der Staudamm soll Bewässerungsmöglichkeiten im großen Stil schaffen, die Trinkwasserversorgung verbessern und Strom aus Wasserkraft produzieren. Der Nutzen des Staudamms wird allerdings von Wissenschaftlern in Frage gestellt. Die Bonner Andheri-Hilfe kritisiert insbesondere, dass wegen des gigantischen Baus (150 km Länge und 15 km Breite) riesige Naturgebiete in den Fluten versinken würden und mehr als 200.000 Menschen umgesiedelt werden müssten.
Ilisu StaudammBerlin/Ankara (epo.de). - Mindestens 1.500 Bewohner des Tigristals im Südosten der Türkei wollen in der Schweiz, Österreich und Deutschland Asyl beantragen, sollte der Ilisu-Staudamm tatsächlich gebaut und ihre Heimat überflutet werden. Entsprechende Schreiben überreichten einhundert Betroffene am Dienstag den Botschaften der drei Regierungen, die im vergangenen Jahr Exportbürgschaften für das Projekt bewilligten.
Radolfzell (epo.de). - Das indonesische Mahakam-Feuchtgebiet ist "bedrohter See des Jahres 2008". Diese Wahl traf die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) mit Sitz in Radolfzell am Bodensee. Der GNF macht damit auf die verheerenden Rodungen und Waldbrände im indonesischen Südteil der Insel Borneo aufmerksam. Großflächige Ölpalm-Monokulturen und Bergbaubetriebe beeinträchtigten die Lebensgrundlagen der örtlichen Bevölkerung und die Lebensräume von höchst bedrohten Arten wie den Irrawaddy-Delfin oder den Orang-Utan massiv, so der GNF.
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