Wasser

Wasser. Foto: UNICEFStockholm (epo.de). - In Stockholm ist am Sonntag die Weltwasserwoche eröffnet worden. Das wichtigste internationale Fach- und Dialogforum zum Thema Wasser lockt jedes Jahr mehr als 2.000 Wissenschaftler und Beobachter in die schwedische Hauptstadt. Die steigende Nachfrage und die Folgen des Klimawandels machten den Zugang zu Trinkwasser immer schwieriger, erklärte das Kinderhilfswerk UNICEF. "Der Klimawandel verschärft die Wasserknappheit in den ärmsten Regionen der Erde. Regierungen müssen besser dafür sorgen, dass trinkbares Wasser als Allgemeingut auch den ärmsten Bevölkerungsschichten zur Verfügung steht", forderte die Geschäftsführerin des Kinderhilfswerks UNICEF in Deutschland, Regine Stachelhaus.
ilisuHamburg (epo.de). - Das von der türkischen Regierung geplante Ilisu Staudamm-Projekt wird nicht mehr mit Exportkreditgarantien von Deutschland, Österreich und der Schweiz abgesichert. Das teilte die deutsche Euler Hermes Kreditversicherungs-AG am Dienstag in Hamburg mit. "Die an diese Absicherungen geknüpften Auflagen im Bereich der Umwelt, Kulturgüter und Umsiedlung konnten trotz teilweise erheblicher Verbesserungen innerhalb der vertraglich festgelegten Frist nicht erfüllt werden", erklärten die Exportkreditversicherer Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gemeinsam.
IlilsuAnkara/Berlin (epo.de). - Der türkische Umweltminister Veysel Eroglu geht davon aus, dass die Exportkreditagenturen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Bürgschaften für den umstrittenen Ilisu Staudamm im Osten der Türkei in Höhe von knapp einer halben Milliarde Euro freigeben und mit dem Bau in der kommenden Woche begonnen werden kann. Der Damm, der einmal 1200 Megawatt Leistung haben soll, würde 1,2 Milliarden Euro kosten und 80 Ortschaften überfluten, darunter die Jahrtausende alte Stadt Hasankeyf.
Stop Ilisu KampagneWien/Berlin (epo.de). - Die türkische Regierung hat nach Berichten von Umweltschützern beim Bau des Ilisu-Staudammes in Ost-Anatolien erneut gegen internationale Auflagen verstoßen. Sie enteigne weiterhin die Bevölkerung im Staudammgebiet am Tigris und breche damit "zum wiederholten Male die Auflagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz", erklärte die "Stop Ilisu"-Kampagne am Dienstag in Wien. Bis zum 6. Juli müssen die Regierungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz entscheiden, ob sie die Investitionen für den umstrittenen Ilisu-Staudamm am Tigris in der Türkei mit Exportbürgschaften in Höhe von rund 500 Millionen Euro absichern.
Ilisu-MaskottchenBerlin (epo.de). - Bis zum 6. Juli müssen die Regierungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz entscheiden, ob sie die Investitionen für den umstrittenen Ilisu-Staudamm am Tigris in der Türkei mit Exportbürgschaften absichern. Die Kritik an dem Projekt ist vernichtend, und seit längerem zeichnet sich ab, dass wesentliche Auflagen von der Türkei nicht erfüllt werden. In Berlin formierten sich am Donnerstag abend die Gegner, um mit einem "Ilisu-Gipfel" Druck auf die westeuropäischen Regierungen zu machen. Klar wurde: Das Projekt erfüllt weder wichtige Umwelt-Standards noch bietet es den betroffenen Menschen Perspektiven nach der Umsiedelung. "Ilisu wird nicht gebaut", sind sich Vertreter der Bevölkerung vor Ort sicher.
wocManado/Berlin (epo.de). - Mit einem Appell gegen die Überfischung und weitere Verschmutzung der Meere, aber ohne konkrete Beschlüsse ist am Freitag in Manado auf der indonesischen Insel Sulawesi die World Ocean Conference (WOC) zu Ende gegangen. Die mehr als 80 Teilnehmerstaaten plädierten für Hilfen für vom Klimawandel bedrohte Küstenregionen. Indonesien, die Philippinen, Malaysia, Ost-Timor, die Solomonen und Papua-Neuguinea vereinbarten immerhin, Schutzgebiete für Korallenriffe auszuweiten und die Fischerei in manchen Küstenbereichen des südostasiatischen Korallendreiecks zu verbieten.
woc 09Berlin (epo.de). - Der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) der Bundesregierung befürchtet, dass der zunehmende Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen zu einer gefährlichen Erwärmung und Versauerung der Weltmeere führt. Anlässlich der World Ocean Conference 2009 (11.-15. Mai) in Manado (Indonesien) warnte der WBGU, die Meeresökosysteme und Fischbestände seien bedroht und die Erwärmung der tropischen Ozeane steigere die Zerstörungskraft der Wirbelstürme. Der Vorsitzende des WBGU, Prof. Hans Joachim Schellnhuber, sprach von einer "besorgniserregenden Situation".
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