Wasser

Andheri HilfeBonn (epo.de). - Die Regierung im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh plant den Polavaram-Staudamm am Fluss Godavari. Der Staudamm soll Bewässerungsmöglichkeiten im großen Stil schaffen, die Trinkwasserversorgung verbessern und Strom aus Wasserkraft produzieren. Der Nutzen des Staudamms wird allerdings von Wissenschaftlern in Frage gestellt. Die Bonner Andheri-Hilfe kritisiert insbesondere, dass wegen des gigantischen Baus (150 km Länge und 15 km Breite) riesige Naturgebiete in den Fluten versinken würden und mehr als 200.000 Menschen umgesiedelt werden müssten.
Ilisu StaudammBerlin/Ankara (epo.de). - Mindestens 1.500 Bewohner des Tigristals im Südosten der Türkei wollen in der Schweiz, Österreich und Deutschland Asyl beantragen, sollte der Ilisu-Staudamm tatsächlich gebaut und ihre Heimat überflutet werden. Entsprechende Schreiben überreichten einhundert Betroffene am Dienstag den Botschaften der drei Regierungen, die im vergangenen Jahr Exportbürgschaften für das Projekt bewilligten.
Radolfzell (epo.de). - Das indonesische Mahakam-Feuchtgebiet ist "bedrohter See des Jahres 2008". Diese Wahl traf die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) mit Sitz in Radolfzell am Bodensee. Der GNF macht damit auf die verheerenden Rodungen und Waldbrände im indonesischen Südteil der Insel Borneo aufmerksam. Großflächige Ölpalm-Monokulturen und Bergbaubetriebe beeinträchtigten die Lebensgrundlagen der örtlichen Bevölkerung und die Lebensräume von höchst bedrohten Arten wie den Irrawaddy-Delfin oder den Orang-Utan massiv, so der GNF.
TanzaniaHamburg (epo.de). - Ein Gericht in London hat dem tansanischen Staat mehr als drei Millionen Pfund als Entschädigung für den Schaden zugesprochen, den die privaten Betreiber der Wasserversorgung der tansanischen Millionenstadt Dar es Salaam angerichtet haben. Die Privatisierung erfolgte auf Druck der Weltbank, die weitere Kredite von einer Privatisierungspolitik der tansanischen Regierung abhängig machte. Entwicklungsorganisationen begrüßten das Urteil und werteten es auch als Niederlage für die Weltbank.
Entsalzungsanlage f?r Meerwasser. Foto: FraunhoferFreiburg (epo.de). - Wassermangel sorgt in weiten Teilen Afrikas und Asiens für große Not bei der Bevölkerung. Kleine dezentrale Wasseraufbereitungsanlagen mit autonomer Energieversorgung könnten helfen: Sie verwandeln salzhaltiges Meer- oder Brackwasser in sauberes Trinkwasser. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg hat kleine solarthermische Entsalzungsanlagen entwickelt und erfolgreiche Tests in Gran Canaria und Jordanien durchgeführt. Die Forscher bereiten jetzt die Vermarktung der Anlagen vor. Die Kosten für tausend Liter Trinkwasser sollen bei etwa 10 Euro liegen.
Bremerhaven (epo.de). - Die Tsunami-Gruppe des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) hat die erste Version der Simulationskomponente für das Deutsch-Indonesische Tsunami-Frühwarnsystem übergeben. Es soll im Dezember in Jakarta in den Testbetrieb gehen. Die Verabschiedung des Schnittstellendokuments sei ein Meilenstein in der Entwicklung des Frühwarnsystems, erklärte das AWI in Bremerhaven.
WWFHamburg (epo.de). - Der WWF hat die Verbraucher anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober aufgefordert, beim Fischkauf auf die Herkunft und die Art des Fisches zu achten. Eine gute Wahl sind nach Angaben der Umweltstiftung Forelle, Hering oder Seelachs. Dagegen sollte man auf Rotbarsch, Kabeljau oder Scholle lieber verzichten. Der Grund: Die Bestände dieser Fischarten sind überfischt oder die Fangmethoden sind bedenklich.
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