Entwicklungszusammenarbeit

 MisereorBonn (epo). - MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Josef Sayer hat die deutsche Bundesregierung aufgefordert, den neu gegründeten UN-Menschenrechtsrat zu stärken. Deutschland trage als gewähltes Mitglied des Rates eine große Verantwortung dafür, die Weichen so zu stellen, dass er zu einem wirksamen Instrument für die Förderung von Menschenrechten und guter Regierungsführung werde. Bei der Vorstellung des Jahresberichts 2005 in Bonn bilanzierte MISEREOR eine Steigerung der Einnahmen um 9,1 Prozent auf 163,9 Millionen Euro.

dedBonn (epo). - Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) war im Jahr 2005 mit mehr als 1.000 Fachkräften in 46 Partnerländern tätig. "Fachliche Kompetenz" und "kostengünstiger Beratungseinsatz", insbesondere auf der lokalen und regionalen Ebene, hätten eine hohe Akzeptanz des DED in den Partnerländern bewirkt, erklärte die Geschäftsleitung am Donnerstag anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes in Bonn.

BMZBerlin (epo). - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will 20 Millionen Euro in den Sonderfonds für Palästinensische Gebiete einbringen. Der Sofort-Hilfe-Fonds war von der Europäischen Union beschlossen worden. Insgesamt wurden bislang rund 150 Millionen Euro aus Europa in Aussicht gestellt. Wieczorek-Zeul mahnte in der Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestages am Mittwoch überdies eine Lösung für die Vertriebenen in der westsudanesischen Provinz Darfur an.

OxfamWashington/Berlin (epo). - Ein Jahr nach den unter dem Druck der Öffentlichkeit zustande gekommenen Beschlüssen des G8-Gipfels in Gleneagles zu Schuldenerlass und mehr Entwicklungshilfe für arme Länder hat die internationale Hilfsorganisation Oxfam eine erste Bilanz gezogen. In einem neuen Bericht erklärt Oxfam, der Schuldenerlass habe Wirkung gezeigt und die Lebenssituation vieler armer Menschen verbessert. Die Steigerung der Entwicklungshilfe bleibe hingegen weit hinter den Versprechungen zurück. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien sei die Entwicklungshilfe sogar rückläufig, wenn man die Schuldenerlasse für den Irak und Nigeria herausrechne.

GTZBerlin (epo). - Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sieht sich für die anstehende Reform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit aufgrund ihrer Regional-, Fach- und Managementkompetenz gut aufgestellt. Geschäftsführer Wolfgang Schmitt zeigte sich bei der Vorstellung des GTZ-Jahresberichts 2005 am Donnerstag in Berlin davon "überzeugt, dass die GTZ für aktuelle und zukünftige Herausforderungen gut gerüstet ist". Mit Umsatzerlösen von 876 Mio. Euro konnte das Vorjahresergebnis fast wieder erreicht werden (-0,4 Prozent).

CAREBonn (epo). - CARE International Deutschland hat im vergangenen Jahr seine Spendeneinnahmen mehr als verdoppelt. Nach Angaben von Hauptgeschäftsführer Wolfgang Jamann und Schatzmeister Georg Schlachtenberger standen den Einnahmen von rund 18,2 Millionen Euro im Jahr 2005 Ausgaben in Höhe von knapp 13,7 Millionen Euro gegenüber. Der Großteil der noch nicht verausgabten Mittel soll in den nächsten Jahren in der vom Tsunami betroffenen Region für mittelfristige Rehabilitations- und Wiederaufbauprogramme eingesetzt werden.

Lost Children FilmplakatBerlin (epo). - Mit einem fraktionsübergreifenden Antrag wollen  sich Abgeordnete des Deutschen Bundestages für ein Ende des seit 40 Jahren andauernden Konfliktes zwischen der Rebellenorganisation "Lord's Resistance Army" (LRA) und der Regierung in Norduganda einsetzen. In der Region seien mehr als 1,7 Millionen Binnenflüchtlinge schwersten Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, berichete der Erzbischof von Gulu, John Baptist Odama, am Mittwoch im Entwicklungsausschuss des Deutschen Bundestages. Auf die verzweifelte Lage insbesondere tausender Kindersoldaten, die von der LRA entführt wurden, hat der preisgekrönte Dokumentarfilm "Lost Children" des Berliner Regisseurs und Filmproduzenten Oliver Stoltz aufmerksam gemacht, der derzeit in deutschen Programmkinos und Schulvorführungen läuft.

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