Weltwirtschaft

GermanwatchDüsseldorf (epo). - Die entwicklungspolitische Nord-Süd-Initiative Germanwatch hat mit einer Fachtagung im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf das Dialogprojekt "Süßer Sprengstoff für die entwicklungspolitische und ökologische Debatte" gestartet. Mehr als 50 Fachleute, Politiker und Wissenschaftler diskutierten über die Reform der EU-Zuckermarktordnung, deren Folgen für Zuckerbauern in Europa und den Ländern des Südens und darüber, wie die Zuckerpolitik sozial und ökologisch nachhaltig gestaltet werden kann.

Weltentwicklungsbericht 2006Washington (epo). - Die Weltbank versucht sich in ihrem Weltentwicklungsbericht 2006 unter dem Titel "Equity and Development" am Spagat zwischen Gerechtigkeit und Wirtschaftswachstum. Gerechtigkeit, von der Finanzinstitution primär definiert als Chancengleichheit unter den Menschen, sollte überall in der Entwicklungswelt integraler Bestandteil einer erfolgreichen Strategie zum Abbau der Armut sein, heißt es in dem Bericht. Dieser zeigt gleichwohl auf, dass die Kluft innerhalb und zwischen den Nationen weiter wächst und den überwiegenden Teil der Weltbevölkerung in die extreme Armut treibt.

UN Konvention gegen KorruptionNew York (epo). - Die erste internationale Konvention gegen Korruption kann in Kraft treten, nachdem mit Ecuador 30 Staaten die Urkunde ratifiziert haben. Das südamerikanische Land habe die Ratifizierungsurkunde der UN-Konvention am Rande des UN Gipfels in New York übergeben, teilten die Vereinten Nationen mit. Das Übereinkommen tritt damit binnen 90 Tagen in Kraft. Deutschland hat die Konvention am 9. Dezember 2003 unterzeichnet, bislang aber noch nicht ratifiziert.

Hugo Chav?z Fr?asNew York (epo). - Venezuelas Präsident Hugo Chávez Frías hat am zweiten Tag des Weltgipfels der Vereinten Nationen eine neue Weltwirtschaftsordung gefordert. Mit der von den westlichen Industrienationen vorangetriebenen Globalisierung und Liberalisierung der Märkte werde die Menschheit "einem sozio-ökonomischen Modell geopfert". Zugleich forderte er eine fundamentale Reform des Bretton Woods Systems und der UNO sowie die Verlegung der UN-Zentrale von New York in ein Land des Südens. Sitz der Vereinten Nationen könne nicht ein Land sein, das internationales Recht verletze, erklärte Chav?z.

Uschi EidBerlin (epo). - Nach Ansicht der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Uschi Eid, hängen Erfolge der Entwicklungspolitik vom Engagement der Wirtschaft ab. "Im Kampf gegen die Armut muss die Wirtschaft der erste Verbündete der Entwicklungspolitik sein", erklärte Eid vor ihrer Abreise zum 10. Internationalen Wirtschaftsforum, das am 13. September in New York stattfindet. "Nur wenn auch die Wirtschaft sich ihrer Verantwortung in einer globalen Entwicklungspartnerschaft stellt, wird es uns gelingen, noch zu unseren Lebzeiten extreme Armut und Hunger zu überwinden."

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