Weltwirtschaft

WEEDBerlin (epo). - Die Nichtregierungsorganisation WEED (Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung) hat die Agrarverhandlungen der Welthandelsorganisation WTO scharf kritisiert. Anlässlich der heute beginnenden Sitzung des Allgemeinen Rats der WTO in Genf erklärte WEED, mit ihrem Fokus auf Marktzugang und Subventionsabbau gingen die Gespräche in die völlig falsche Richtung. "Von Agrarliberalisierung profitieren nur große Agrar-, Lebensmittel- und Einzelhandelskonzerne", sagte Pia Eberhardt, WEED-Referentin für Handelspolitik. "Für über eine Milliarde Menschen, die weltweit in der Landwirtschaft beschäftigt sind, bedeutet die WTO-Politik einen gewaltigen Angriff auf ihre Lebensgrundlage."

TI CPILondon/Berlin (epo). - Trotz Fortschritten auf internationaler Ebene ist Korruption in 70 Ländern der Erde noch immer weit verbreitet. Wie Transparency International (TI) im neuen Corruption Perceptions Index 2005 berichtet, wird Korruption im Tschad, in Bangladesh, Turkmenistan, Myanmar and Haiti als am weitesten verbreitet wahrgenommen. Diese Länder gehörten zu den ärmsten der Welt, betonte TI am Dienstag bei der Vorlage des Berichts in London und Berlin.

GermanwatchDüsseldorf (epo). - Die entwicklungspolitische Nord-Süd-Initiative Germanwatch hat mit einer Fachtagung im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf das Dialogprojekt "Süßer Sprengstoff für die entwicklungspolitische und ökologische Debatte" gestartet. Mehr als 50 Fachleute, Politiker und Wissenschaftler diskutierten über die Reform der EU-Zuckermarktordnung, deren Folgen für Zuckerbauern in Europa und den Ländern des Südens und darüber, wie die Zuckerpolitik sozial und ökologisch nachhaltig gestaltet werden kann.

GoldkampagneKöln (epo). - Angesichts anhaltender Menschenrechtsverletzungen haben 19 zivilgesellschaftliche Organisationen aus elf Ländern die Regierungen weltweit aufgefordert, "den verantwortungslosen Goldabbau zu stoppen". Auf Initiative des Food First International Action Networks (FIAN) unterzeichneten sie gemeinsam die Berliner Erklärung "Stoppt den unverantwortlichen Goldabbau".

Weltentwicklungsbericht 2006Washington (epo). - Die Weltbank versucht sich in ihrem Weltentwicklungsbericht 2006 unter dem Titel "Equity and Development" am Spagat zwischen Gerechtigkeit und Wirtschaftswachstum. Gerechtigkeit, von der Finanzinstitution primär definiert als Chancengleichheit unter den Menschen, sollte überall in der Entwicklungswelt integraler Bestandteil einer erfolgreichen Strategie zum Abbau der Armut sein, heißt es in dem Bericht. Dieser zeigt gleichwohl auf, dass die Kluft innerhalb und zwischen den Nationen weiter wächst und den überwiegenden Teil der Weltbevölkerung in die extreme Armut treibt.

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