Weltwirtschaft

oxfamBerlin. - Die Vermögen der Milliardäre sind im vergangenen Jahr um zwölf Prozent (durchschnittlich 2,5 Milliarden US-Dollar pro Tag) gestiegen, während die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung Einbußen von elf Prozent (durchschnittlich 500 Millionen US-Dollar pro Tag) erlitten hat. Das geht aus dem Bericht "Public Good or Private Wealth" hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlicht hat.

inkota 200Berlin. - Das Textilbündnis, eine Vorzeigeinitiative der Bundesregierung für die UN-Leitprinzipien, hat die großen Ziele 2018 aus der Sicht von INKOTA nicht erreicht. Dennoch seien wichtige Fakten geschaffen worden: Zum ersten Mal mussten alle Mitglieder des Bündnisses – darunter 81 Unternehmen aus der Textil- und Modebranche – in individuellen Maßnahmenplänen ihre konkreten Ziele für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in ihren Lieferketten offenlegen. INKOTA fordert ergänzende gesetzliche Regelungen für das Textilbündnis.

planHamburg. - Nicht einmal jedes zehnte Unternehmen in Deutschland kooperiert beim gesellschaftlichen Engagement mit international agierenden Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Das zeigt eine neue Studie von Stifterverband und der Kinderhilfsorganisation Plan International. Die beiden Organisationen warnen: Die noch geringe Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und internationaler Zivilgesellschaft könnte den Erfolg der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie gefährden, die vor zwei Jahren verabschiedet wurde. Mit dieser Leitlinie will Deutschland die von der Weltgemeinschaft definierten globalen Entwicklungsziele bis 2030 erreichen.

Berlin. - Das Dortmunder Landgericht hat am Donnerstag die Klage von Betroffenen eines Fabrikbrandes in Pakistan gegen das Textilunternehmen KiK abgewiesen. Es war die erste Klage dieser Art in Deutschland. Ob die Kläger in Berufung gehen, steht noch nicht fest. Für die Entwicklungsorganisationen Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR sowie das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung zeigt diese Entscheidung gravierende Lücken im deutschen Rechtssystem und ist ein klarer Handlungsauftrag an die Politik.

Berlin. - In einer neuen Studie haben PowerShift, Brot für die Welt und MISEREOR den Rohstoff- und Energieverbrauch der deutschen Automobilindustrie und die damit verbunden Auswirkungen auf Klima, Umwelt und die Menschenrechte im Globalen Süden analysiert. Ein rascher Umstieg vom Verbrennungsmotor auf Elektromotoren, so das Ergebnis der Studie, ist zwar dringend geboten, wird aber viele Nachhaltigkeitsprobleme nicht lösen.

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