Weltpolitik

Berlin (epo.de). - Der erste Atomwaffentest in der Geschichte Nordkoreas ist am Montag weltweit scharf verurteilt worden. Südkorea setzte eine geplante Hilfslieferung von 4.000 Tonnen Zement aus und nannte den Nukleartest eine Provokation. Auch China verurteilte das Verhalten Nordkoreas. Die USA forderten eine schnelle und deutliche Reaktion des UN-Sicherheitsrates. Die deutsche Bundesregierung sprach von einem weiteren Schritt auf dem Irrweg in die Selbstisolation.
StreubombeBerlin (epo.de). - Die derzeitigen Systeme zur Kontrolle der Rüstungsexporte weisen große Defizite auf. Angesichts einer globalisierten Rüstungswirtschaft könnten Rüstungsgüter problemlos auch an bestehenden Embargos vorbei in Länder gelangen, in denen schwere Menschenrechtsverletzungen begangen werden, heißt es in einer neuen Studie, die amnesty international, Oxfam und das Internationale Kleinwaffenaktionsnetzwerk (IANSA) am Montag in New York vorlegten.
eireneNeuwied (epo.de). - Der Internationale Christliche Friedensdienst EIRENE hat die deutschen Rüstungsexporte kritisiert. Verlautbarungen der Bundesregierung zu Deutschlands Verantwortung in der Welt seien unglaubwürdig, solange Deutschland einer der größten Rüstungsexporteure der Welt bleibe, erklärte die Organisation anlässlich des von der UNO ausgerufenen Internationalen Tages für den Frieden am 21. September.
BlockfreieFrankfurt a.M. (epo.de). - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die Industrieländer aufgefordert, bei ihrem nächsten G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm die Ergebnisse des Treffens der Blockfreien ernst zu nehmen. Die Delegierten der 118 Mitgliedstaaten hatten am Sonntag zum Abschluss ihres Gipfeltreffens in Havanna (Kuba) eine Reform der Vereinten  Nationen und mehr Einfluss armer Länder im UN-Sicherheitsrat verlangt.
UN-Blauhelme im EinsatzBerlin (epo.de). - Der CDU-Haushaltspolitiker Ole Schröder hat vorgeschlagen, humanitäre Einsätze der Bundeswehr künftig aus dem Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu finanzieren. "Missionen wie zum Beispiel in Nordafghanistan und im Kongo sind eindeutig Entwicklungshilfe", zitierte die "Bild"-Zeitung den Politiker. Entwicklungspolitiker der Grünen und das katholische Hilfswerk MISEREOR nannten den Vorschlag "absurd".
DSW

Hannover (epo.de). - Die Weltbevölkerung wächst weiterhin rasant - sie nimmt jährlich um rund 80 Millionen Menschen zu. Derzeit leben nach dem aktuellen Datenreport "Weltbevölkerung 2006" der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) etwa 6,6 Milliarden Menschen auf der Erde. Schon in sechs Jahren werde die Weltbevölkerung voraussichtlich die Sieben-Milliarden-Marke erreicht haben, heißt es in dem Bericht, der am Mittwoch in Hannover veröffentlicht wurde. 98 Prozent des Bevölkerungswachstums finden in den Entwicklungsländern statt.

montenegroBerlin (epo). - Das deutsche Kabinett hat der völkerrechtlichen Anerkennung der Republik Montenegro sowie der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zugestimmt. Die förmliche Anerkennung sowie die Erklärung der Bereitschaft zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen sollen durch ein Schreiben des Bundespräsidenten erfolgen, teilte das Bundespresseamt am Mittwoch in Berlin mit. Die Bevölkerung Montenegros hatte sich in einem Referendum für die Unabhängigkeit von Serbien entschieden. Die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedstaaten führen zukünftig Beziehungen mit Montenegro als souveränem, unabhängigem Staat.

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