Weltpolitik

RLStockholm (epo). - 80 Träger des Alternativen Nobelpreises aus 40 Ländern treffen sich diese Woche in Salzburg aus Anlass des 25jährigen Bestehens des Preises. Einer von ihnen ist der Ägypter Ibrahim Abouleish, der mit seinem biologisch-dynamischen Agrarunternehmen SEKEM als "Wirtschaftsmodell für das 21. Jahrhundert" ausgezeichnet wurde.

Ausw?rtiges AmtBerlin (epo). - Die internationale Arbeitsgruppe zu innovativen Instrumenten der Entwicklungsfinanzierung ("Lula-Gruppe") hat zum Abschluss ihrer Tagung in Berlin eine "Berliner Erklärung" zu innovativen Instrumenten der Entwicklungsfinanzierung verabschiedet. Darin schlägt sie insbesondere eine Solidaritätsabgabe auf Flugtickets vor. Die Gruppe, in der Algerien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich und Spanien zusammenarbeiten, will für ihre Ziele unter anderem während des High Level Dialogs der UN-Generalversammlung über Entwicklungsfinanzierung am 27./28. Juni sowie auf dem UN-Gipfel im September in New York werben.

BICC Conversion Survey 2005Bonn (epo). - Ohne Kurskorrekturen und neue Prioritäten können die Millenniumsziele der Vereinten Nationen nicht erreicht werden. Abrüstung und Rüstungskonversion könnten aber einen wichtigen Beitrag zum Abbau der weltweiten Armut leisten. Darauf hat das Internationale Konversionszentrum Bonn (BICC) in seinem 10. Jahrbuch (Conversion Survey 2005) hingewiesen, das jetzt in Bonn der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. UN Generalsekretär Kofi Annan hatte 2005 als Entscheidungsjahr für die Millenniumsziele bezeichnet. Nun würden die Weichen gestellt, ob die Anfang des Jahrtausends von den Regierungschefs der Welt proklamierten Entwicklungsbeschlüsse erreicht werden könnten. An erster Stelle steht die Armutsbekämpfung: der Anteil der absolut armen Menschen an der Weltbevölkerung soll bis 2015 halbiert werden.

Wangari MaathaiBerlin (epo). - Die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai hat ein stärkeres finanzielles Engagement der Industrienationen bei der Umsetzung der UN-Millenniumsentwicklungsziele zur Halbierung der weltweiten Armut gefordert. Dazu gehöre auch ein Schuldenerlass für die ärmeren Länder, sagte Maathai nach einem Gespräch mit der Grünen-Parteivorsitzenden Claudia Roth und der Vorstandsvorsitzenden der Heinrich-Böll-Stiftung, Barbara Unmüßig, in Berlin.

Metropolis 2005Berlin (epo). - Die weltweite Armut kann nur besiegt werden, wenn die Städte sich mehr um ihre Armen kümmern. Das erklärte der Staatssekretär im Entwicklungsministerium, Erich Stather, anlässlich des 8. Metropolis-Weltkongresses, der unter dem Motto "Tradition und Transformation - die Zukunft der Stadt" vom 11. bis 15. Mai in Berlin stattfindet.

Worldwatch Report 2005Berlin. - In Anwesenheit von Bundesaußenminister Joschka Fischer ist im Auswärtigen Amt in Berlin die deutschsprachige Ausgabe des "Berichts zur Lage der Welt 2005" des "Worldwatch-Institutes" (Washington) vorgestellt worden. Der Bericht kritisiert den vorherrschenden, militärisch verengten Sicherheitsbegriff vor dem Hintergrund der Anschläge vom 11. September 2001. Er stellt die Bedrohung durch terroristische Anschläge in den Kontext anderer Bedrohungen globaler Sicherheit: Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Waffenhandel und Umweltzerstörung. Zudem beschreibt der Bericht neue Kooperationsmechanismen für ein erweitertes globales Sicherheitsystem.

Berlin (epo). - Aus Anlass des zehnten Jahrestages des Weltsozialgipfels in Kopenhagen haben deutsche Nichtregierungsorganisationen in Berlin einen Forderungskatalog an Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul ?bergeben. Darin fordern sie verst?rkte Anstrengungen, um weltweit und in Deutschland Armut und soziale Ausgrenzung zu beseitigen. "Auch nach zehn Jahren ist keine einzige der zehn Verpflichtungen des Weltgipfels f?r soziale Entwicklung eingel?st worden", sagte Klaus Heidel, Sprecher des Netzwerkes Social Watch Deutschland/Forum Weltsozialgipfel und Mitarbeiter der Werkstatt ?konomie e.V. in Heidelberg. "Nicht einmal die f?r das Jahr 2000 vorgesehenen Teilziele sind bisher erreicht worden."

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