Armutsbekämpfung

BfdW Böller

Berlin/Stuttgart (epo.de). - Alle Jahre wieder ruft die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" zum Jahreswechsel dazu auf, die Ausgaben für das Silvesterfeuerwerk für nützlichere Zwecke zu verwenden. Und wie in jedem Jahr wirft die "Aktion 3.Welt Saar" (A3WS) der Hilfsorganisationen deswegen "Lustfeindlichkeit" vor und fordert, den Appell "Brot statt Böller" einzustellen. Eine Firma aus Bad Rappenau hat unterdessen ein "virtuelles Taschenfeuerwerk" entwickelt, dessen Erlös gespendet werden kann.

Katja Riemann. Foto: Wikipedia CommonsBerlin (epo.de). - Bis 2015 will die Weltgemeinschaft im Kampf gegen extreme Armut in acht Feldern spürbare Fortschritte erzielen. Die entwicklungspolitische Organisation ONE hat zusammen mit der Schauspielerin Katja Riemann einen Film erstellt, der in gut 100 Sekunden aufzeigt, was schon erreicht wurde – und warum noch schneller gehandelt werden muss.
Foto: Ina ZeuchLabé/Berlin (epo.de). - Arm ist, wer sich arm fühlt. Oder wer als arm abgestempelt wird. Die Weltbank-Gruppe hat sich das Motto "Working for a world free of poverty" gegeben und definiert als arm, wer weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag verdient. Ende August zählte die Weltbank in einem neuen Bericht 1,4 Milliarden Erdenbürger zu den Armen - jeder Vierte in den sich entwickelnden Ländern gehört demnach dazu. Zuvor war ein Dollar pro Tag die Richtschnur gewesen. Im westafrikanischen Land Guinea gibt es nicht die krassen Gegensätze zwischen Arm und Reich wie in Indien oder Brasilien. Aber nach Weltbank-Maßstäben leben 40 Prozent der Bevölkerung in absoluter Armut. Der Schuldendienst verschlingt fast ein Viertel der Exporteinnahmen des mit Rohstoffen gesegneten Landes. Um in den Genuss eines Schuldenerlasses zu kommen, wofür politische und wirtschaftliche Kriterien erfüllt werden müssen, hat die Regierung neue Institutionen gegründet und ein Armutsbekämpfungsprogramm aufgelegt, das von der GTZ unterstützt wird. Ina Zeuch hat das Land bereist und für epo.de den folgenden Bericht verfasst.

wv

Friedrichsdorf/Berlin (epo.de). - Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision hat die die EU aufgefordert, eine Milliarde Euro für die landwirtschaftliche Entwicklung in ärmeren Ländern freizugeben.  Finanzmittel in dieser Höhe waren ursprünglich im EU-Haushalt zur Unterstützung europäischer Landwirte eingeplant, wurden aber nicht benötigt. Jetzt wollen europäische Staatschefs, darunter auch Kanzlerin Angela Merkel, dass das Geld an die einzelnen EU-Mitgliedsländer zurückgezahlt wird. EU-Ausschüsse beraten am Montag, was mit dem Geld geschehen soll.

concordBonn (epo.de). - Der europäische NRO-Dachverband CONCORD hat im Vorfeld des Treffens der EU-Außen-und Entwicklungsminister am 26. und 27. Mai in Brüssel die mangelnden Leistungen der europäischen Regierungen im Entwicklungsbereich kritisiert. Die meisten Regierungen hinkten ihren finanziellen Zusagen hinterher, so das Ergebnis des neuen "Aid Watch"- Berichtes von CONCORD. Wenn der aktuelle Trend fortgesetzt wird, stünden in den Jahren 2005 bis 2010 rund 75 Milliarden Euro weniger für Hilfsleistungen zur Verfügung als zugesagt.
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