Armutsbekämpfung

MDG 2009Genf (epo.de). - Die globale Wirtschafts- und Ernährungskrise hat die mühsam erreichten Fortschritte beim Kampf gegen Armut und Hunger verlangsamt oder zunichte gemacht. Es gebe zwar viele Erfolge, aber die meisten Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) seien nicht wie geplant bis 2015 zu erreichen, heißt es im Millenniums-Entwicklungsbericht 2009, den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Montag in Genf vorstellte. "Wir müssen trotz des ungünstigen wirtschaftlichen Klimas die im Jahr 2000 gegebenen Versprechen einhalten", schreibt Ban im Vorwort des Berichts.
Thomas Gebauer. Foto: medicoFrankfurt (epo.de). - Die Hilfsorganisation medico international glaubt angesichts der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr an die Erreichbarkeit der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen und hat ein "radikales Umdenken in der Entwicklungspolitik" gefordert. Notwendig sei ein "neuer globaler Sozialvertrag", sagte medico-Geschäftsführer Thomas Gebauer (Foto) bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation am Donnerstag in Frankfurt. Gebauer befürchtet auch Kürzungen der Entwicklungshilfe.
un millenniumskampagneBonn (epo.de). - Die Spekulationsblase in den Industriestaaten und die daraus resultierende Weltwirtschaftskrise hat gravierende Folgen für viele Menschen in den Ländern des Südens: “Rund 1,4 Milliarden Arme weltweit werden mit ihrer Existenzgrundlage für die Auswirkungen der Finanzkrise zahlen”, warnte die UN-Millenniumskampagne am Mittwoch anlässlich des G20 Gipfels in London. Infolge sinkender Nationaleinkommen werde auch die anteilig berechnete weltweite Entwicklungshilfe um mindestens 4,5 Milliarden US-Dollar sinken.
Bundespräsident Horst Köhler. Foto: bpaBerlin/Friedrichsdorf (epo.de). - Die Kinderhilfsorganisation World Vision unterstützt die Forderung von Bundespräsident Horst Köhler* nach mehr globaler Solidarität. “Es kann und darf uns nicht unberührt lassen, wenn jedes Jahr 9,2 Millionen Kinder unnötigerweise sterben”, sagte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland, am Mittwoch in Friedrichsdorf. “Die Gleichgültigkeit in den Industrieländern gegenüber der Situation der ärmsten Menschen muss aufgebrochen werden. Globale Probleme gehen uns alle an und wie der Bundespräsident betont, sitzen wir alle in einem Boot. Wenn das Boot voll Wasser läuft, gehen wir alle unter.”
One Kampagnenstart mit Bob Geldof und Campino. Fotos: ONE/

Berlin (epo.de). - Bob Geldof findet es mittlerweile "schwierig, immer wieder neue Worte zur Beschreibung derselben Situation zu finden": Armut, Hunger, Aids - die Liste der Mißstände ist lang, für deren Bekämpfung der irische Rockmusiker eintritt. Am Montag startete er gemeinsam mit Campino von den "Toten Hosen" in Berlin die Kampagne "Be ONE of us", mit der die entwicklungspolitische Lobbyorganisation ONE im Superwahljahr 2009 in Deutschland politisch Druck machen will. Geldof fühlte sich "komfortabel" in seiner Rolle in Deutschland: Schließlich habe Bundeskanzlerin Merkel ihr Versprechen erneuert, die Entwicklungsleistungen auch in Zeiten der Finanzkrise zu steigern. Eine Mehrheit der Deutschen, so das Ergebnis einer aktuellen emnid-Umfrage, will die Politiker im Wahlkampf auch an ihrer Verlässlichkeit in dieser Frage messen.
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