Kulturpolitik

KCID

Stuttgart (epo). Forderungen nach der Todesstrafe für den vor 16 Jahren vom Islam zum Christentum konvertierten Afghanen Abdul Rahman haben deutschlandweit Entsetzen in den christlich-islamischen Dialoginitiativen hervorgerufen. "Muslime und Christen in Deutschland treten gemeinsam für die Religionsfreiheit und den Schutz religiöser Minderheiten ein. Sie fordern die Einstellung des Verfahrens und die Revision der schariatsrechtlichen Bestimmungen in der afghanischen Verfassung zugunsten der Religionsfreiheit", erklärte der Koordinierungsrat der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialoges am Freitag in Stuttgart.

Entwicklung und SportBonn (epo). - Der Verband Entwicklungspolitik hat eine Website zu seinem Projekt "Entwicklung und Sport" online geschaltet. Unter der Adresse www.entwicklung-und-sport.de informiert VENRO über Hintergründe, Ziele und Veranstaltungen des Projekts, das der Verband mit nationalen und europäischen Kooperationspartnern aus den Bereichen Sport, Medien und entwicklungspolitischer Bildungsarbeit gestartet hat.

Charles TaylorBerlin (epo). - Für Charles Taylor ist es das Denken in feindlichen Lagern und damit die Mißachtung der liberalen Grundregeln einer komplexen, säkularisierten und multikulturellen Gesellschaft, das die Krise verursacht hat. Der kanadische Politologe und Philosoph sprach bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin über den Karikaturen-Streit. "No block thinking" lautete denn auch seine Forderung an das Publikum - das Wort "Islam" dürfe man nicht gleich mit der Steinigung untreuer Ehefrauen assoziieren, um nur ein Beispiel zu nennen. Der Freund sinnstiftender Religionen in einer entfremdeten Konsumwelt plädierte einmal mehr für eine multikulturelle Gesellschaft, als deren Vordenker er gilt.

Mustafa YoldasHamburg/Berlin (epo). - Lange Zeit sahen die islamischen Dachverbände in Deutschland keine Notwendigkeit, sich vom islamistischen Terror zu distanzieren. Ihre Mitglieder hatten schließlich in ihrer überwältigenden Mehrheit nichts mit Gräueln wie Bombenattentaten und Selbstmordanschlägen zu tun. In den letzten 18 Monaten trat jedoch ein Sinneswandel ein. Angesichts aktueller Anlässe - zuletzt die Entführung der deutschen Archäologin Susanne Osthoff im Irak - engagieren sich die Muslime in der Bundesrepublik und anderen europäischen Staaten zunehmend gegen die religiös verbrämte Gewalt. Eine Analyse von Erhard Brunn zeigt den Weg auf, den der deutsche Islam in dieser Hinsicht genommen hat.

unesco

New York/Genf (epo). - Mit großer Mehrheit hat die UNESCO-Generalkonferenz am 20. Oktober 2005 das "Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" verabschiedet. Das Übereinkommen schafft eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für das Recht aller Staaten auf eigenständige Kulturpolitik.

GTZBonn/Eschborn (epo). - Fünf Wochen nach ihrer Präsentation beim UN-Gipfel in New York stellt die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH ihre Posterreihe "MDGs an der Basis fest im Blick" erstmalig in Deutschland der Öffentlichkeit vor. In der Bonner Bundeskunsthalle werden zehn Projektbeispiele aus Afrika, Asien und Lateinamerika gezeigt, die illustrieren, wie lokales Engagement in Entwicklungsländern einen entscheidenden Beitrag leistet, um die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) zu erreichen.

ToledoStockholm (epo). - Die Alternativen Nobelpreise des Jahres 2005 gehen an Preisträger aus Kanada, Malaysia und Botswana. Dies teilte die Stiftung am Donnerstag in Stockholm mit. Der Ehrenpreis geht an den mexikanischen Künstler und Philantropen Franscisco Toledo. Der 1940 geborene Zapoteke aus der Provinz Oaxaca schöpft in seiner Kunst aus dem Erbe der traditionellen altmexikanischen Kulturen und hat in zahlreichen Galerien in aller Welt ausgestellt.

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