Finanzkrise

tjnBerlin. - Eine neue Studie des Tax Justice Network (Netzwerk Steuergerechtigkeit) beziffert das Vermögen Superreicher in Steueroasen weltweit auf 21 bis 32 Billionen US-Dollar. Dadurch seien den Staaten Einkommensteuern von bis zu 280 Milliarden Dollar entgangen, heißt es in der Untersuchung. In zahlreichen Entwicklungsländern sei das Offshore-Vermögen der Bürger sogar größer als die gesamte Staatsverschuldung.
odi_100London. - Die Krise in der Euro-Zone verursacht in den Entwicklungsländern einen starken Rückgang bei Exporten, Investitionen, Rücküberweisungen von Migranten und bei der Entwicklungshilfe. Experten des britischen Overseas Development Institute (ODI) haben errechnet, dass sich die daraus resultierenden Verluste in den Jahren 2012 und 2013 auf insgesamt 238 Milliarden US-Dollar belaufen könnten. Dies könnte das Wirtschaftswachstum in den Ländern des Südens um durchschnittlich 0,5 Prozent senken.
oneBerlin. - Die Lobbyorganisation ONE hat den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy für seinen Vorschlag gelobt, die Erlöse aus einer internationalen Finanzmarktsteuer für die Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. Sarkozy hatte auf dem Gipfel der Afrikanischen Union in Addis Abeba am Wochenende betont, die Einnahmen aus einer Finanztransaktionssteuer sollten für Entwicklung genutzt werden. ONE Deutschland forderte die Bundesregierung auf, dem Beispiel Frankreichs zu folgen.
suedwind_finanzmarktkriseSiegburg. - In den Entwicklungsländern leiden zwei Jahre nach der Finanzkrise noch immer viele Menschen an deren Folgen. Hunderttausende Menschen in den Exportindustrien des Südens verloren ihre Arbeit. Armut, Perspektivlosigkeit und Hunger begleiten viele betroffene Familien bis heute. Das SÜDWIND-Institut zeichnet in der soeben erschienenen Studie "Im Schatten der Krise. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise in Indonesien, Paraguay, Tansania und Ungarn" nach, wie die Finanzkrise in diese Länder gelangte und welche konkreten Auswirkungen sie auf die Bevölkerung hatte.
bfdwStuttgart (epo.de). - "Es ist höchste Zeit, die ethische Verantwortung der Finanzmärkte auch in ökologischer und sozialer Hinsicht zu thematisieren." Diese Forderung hat die Direktorin von Brot für die Welt, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Freitag anlässlich des Weltspartags erhoben. Die Krise, die die Finanzmärkte weltweit erschütterte, ist nach Ansicht des evangelischen Hilfswerks noch lange nicht gebannt. "Inzwischen machen die gleichen Fonds wieder kräftig Rendite mit ähnlich fragwürdigen Finanzprodukten, durch die viele Menschen zuvor ihr Geld verloren", warnte Füllkrug-Weitzel. "Die Blase kann jederzeit wieder platzen!"
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